Ich. Der Einzelne in seinen Netzen.

Erscheinungstermin 17.03.2014

Unsere Gegenwart ist von einem Widerspruch gekennzeichnet: Auf der einen Seite konstantieren wir einen zunehmenden Egoismus: Die >>Ich-AG<< muss florieren, das >>Selbst<< muss verwirklicht werden. Hedoismus und Konsum triumphieren, die sozialen Sicherheitssysteme sind gefährdet. Auf der anderen Seite scheinen Individualität und Einzigartigkeit der Menschen zu verschwinden: Der Gruppendruck nimmt zu, Teamfähigkeit ist eine wichtige Kompetenz, wer nicht gut vernetzt ist, gilt zunehmend als Außenseiter.Was also ist dieses Ich, wie erleben sich Menschen in dieser widersprüchlichen Welt, wie gestalten sich Beziehungen in virtuellen Netzen, was bedeutet es, wenn die virtuellen Netze enger, die realen sozialen Netze aber immer durchlässiger werden? Diesen spannenden Entwicklungen, ihren Vorgeschichten und Konsequenzen sind beim 17. Philosophicum Lech Soziologen, Kultur- und Naturwissenschaftler und Philosophen nachgegangen.

ISBN 978-3-552-05674-9

Inhalt:

Ludwig Muxel:
Vorwort

Karlheinz Töchterle:
Von Idioten und Hallodris. Eröffnungsrede

Konrad Paul Liessmann:
Ich. Der Einzelne in seinen Netzen.

Richard David Precht:
Wer bin ich - und wenn ja ...

Gernot Böhme:
Ich-Selbst und der Andere

Peter Strasser:
Die eigenen Angelegenheiten. Von der Selbstsorge zur Ich-Sorge

Christian Demand:
Unsichtbare Fäden: Wie viel Wir bin Ich?

Christiaan L. Hart Nibbrig:
"Werde, der du bist!" Aspekte literarischer Selbst-Erfindung 

Miriam Meckel:
iDentity - das Ich im Netz

Robert Pfaller:
Die anmaßenden Gesten der Bescheidenheit. Über das postmoderne Ich und die Verkehrungen der Vernunft

Roland Reuß:
Selbstbewerbung und Selbstverlust 

Christiane Voss:
Der verliehene Körper. Zur technoästhetischen Transformation des Selbst

Lambert Wiesing:
Vom Ich zum Mich der Wahrnehmung: eine Verstrickung

Thomas Metzinger:
Vom Selbst zum Selbstmodell: Drei Beispiele

Ursula Pia Jauch:
Lobgesang auf die Pinguine und die gerupften Hühner, die den Menschen lehren, dass er nicht der einzige Zweibeiner ist, der aufrecht geht.
Oder: Laudatio auf Kurt Bayertz

Kurt Bayertz:
Verurteilt, sich selbst zu interpretieren. Die konstitutionelle Unruhe des Menschen

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