Neue Menschen! Bilden, optimieren, perfektionieren

Schon vor der Geburt beginnen die Optimierungsprogramme, die für spätere Höchstleistungen sorgen sollen. Der Körper wird trainiert und modeliert, richtige Ernährung, leistungssteigernde Nahrungsergänzungsmittel und eine langfristige Anti-Aging-Strategie sorgen für effiziente Nutzung der physischen Ressourcen, kleine Deffizite und Verfallserscheinungen werden durch die ästhestische Chirurgie, größere durch künstliche Implantate und intelligente Prothesen korrigiert. Das Hirn wird umfassend gefördert, die Seele wird durch Psychopharmaka von allen Irritationen fern- und durch permanente Kontrolle im Gleichgewicht gehalten. Am Ende solcher Optimierungsprozesse steht die Version eines perfekten, transhumanen Wesens, das reibungslos funktioniert und dem alles Menschliche fremd geworden ist.

ISBN 978-3-552-05772-2

Inhalt:

Ludwig Muxel:
Vorwort

Konrad Paul Liessmann:
Neue Menschen! Bilden, optimieren, perfektionieren

Bernward Gesang:
Die Rückkehr des Prometheus

Thomas Damberger:
Bildung versus Perfektion

Eva Horn:
Zöglinge der Luft. Versuch einer atmosphärischen Anthropologie

Sascha Dickel:
Utopische Technologien in technologisierten Gesellschaften

Johann S. Ach:
Gibt es eine Pflicht zur Verbesserung des Menschen?

Claudia Pawlenka:
Das Streben nach Exzellenz im Sport – Perfektionierung des Menschen durch Doping?

Karin Harrasser:

Parahuman. Technisches Handeln, Teilsouveränität und Körper im Futur II

Anne Siegetsleitner:
Transhumanistische Ethik: Annahmen, Ideale und Implikationen

Markus Hengstschläger:

Eine genoptimierte Menschheit?
Vom exogen selbstoptimierten Menschen zur endogen fremdoptimierten Menschheit -
ein Paradigmenwechsel durch genetische Eingriffe in die Keimbahn?

Dietmar Mieth:
Zwischen Perfektionierung und Meliorisierung - Menschenbilder aus theologischer Sicht

Barbara Bleisch:

Warum heute vieles peinlich und wenig beschämend ist. Preisrede auf Ulrich Greiner

Ulrich Greiner:
Dankrede

Neue Menschen! Bilden, optimieren, perfektionieren.
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