Vom Zauber des Schönen. Reiz, Begehren und Zerstörung

"Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang." So umreißt Rainer Maria Rilke in seiner ersten Duineser Elegie mit wenigen Worten das Spannungsfeld des Schönen: vom Reizvollen über das leidenschaftlich Begehrenswerte bis hin zum Riskanten, Übermächtigen, Zerstörerischen. Gehört das Schöne gemeinsam mit der Wahrheit und dem Guten noch zu den Fundamenten des abendländischen Denkens? Oder ist es zu einem begehrten Erfolgsfaktor  in der Wettbewerbsgesellschaft geworden? Die Attraktivitätsforschung boomt, Schönheitsideale dominieren die Medien, mit der Sehnsucht nach dem Schönen arbeiten Freizeitindustrie, Mode und Architektur. In Band 13 des Philosophicum Lech geben renommierte Philosophen, Kultur-, Sozial- und Naturwissenschaftler Auskunft über die Reize und Verlockungen des Schönen, aber auch über seine Tücken und Gefahren.

ISBN 978-3-552-05495-0

Inhalt:
Konrad Paul Liessmann:
Vom Zauber des Schönen. Reiz, Begehren und Zerstörung

Winfried Menninghaus:
Vier Vektoren der Schönheit: Sexualität, Technik, Sprache, Kunst

Johann Kreuzer:
Göttliche Begeisterung. Zur Reflexion des Schönen in der Antike

Elisabeth von Samsonow:
From Helena to hell. Innerhalb der Triade von Schönheit, Leben und Tod

Martin Seel:
Von der Lebendigkeit des Schönen - nicht allein der Natur

Werner Bätzing:
Vom "Arkadien im Herzen Europas" zur Sport-, Event- und Funregion
Die schönen Alpen zwischen Bewunderung und Langenweile

Thomas Küpper:
"Zu schön, um wahr zu sein" Zur Selbstreflexion von Kitsch

Birgit Schwarz:
Das Schöne als Wille und Vorstellung. Bildende Kunst im Dritten Reich

Bernadette Wegenstein:
Der kosmetische Blick. Zur Geschichte und Theorie der Körpermodifikation von Platon bis Michael Jackson

Käte Meyer-Drawe:
Wer schön sein will - muss leiden?

Karl Grammer:
Darwin´sche Ästhetik. Die evolutionspsychologischen Grundlagen der Schönheit

Ulrich Renz:
Die soziale Macht des Schönen

Ursula Pia Jauch:
Laudatio auf Franz Schuh
Zudringlicher Lobgesang über einen vielbeschuhten Neffen von Diderot

Franz Schuh:
Ein Philosoph, allein in Wien

Vom Zauber des Schönen
Vom Zauber des Schönen
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