Die Gretchenfrage."Nun sag´, wie hast du´s mit der Religion?"

Gretchens berühmte Frage an Faust zeigte in Goethes Tragödie scharf den Konflikt zwischen Gottesgläubigkeit und einer aufgeklärten Haltung, die in der Religion kaum mehr sehen kann als eine unspezifische Stimmung. Für die moderne Welt schien diese Frage schon erledigt, doch sie ist als drängende politische Herausforderung in die Gegenwart zurückgekehrt. Wie ist zwischen Religiosität, Dogmatismus, Fanatismus und Fundamentalismus zu unterscheiden? Welche Rolle spielen die alten Konflikte zwischen den Religionen für das Zusammenleben in der globalisierten Welt? Was bedeuten religiöse Gefühle und welchen Stellenwert haben sie im öffentlichen Leben? Diesen und ähnlichen Fragen stellten sich anlässich des elften Philosophicums in Lech renommierte Philosophen, Religions- und Kulturwissenschaftler, Theologen und Physiker.

ISBN 978-3-552-05431-8 

Inhalt:
Konrad Paul Liessmann:
Gretchens Frage und warum Faust darauf keine Antwort wusste

 Jan Philipp Reemtsma:
Muss man Religiosität respektieren? Über die Glaubensfragen und den Stolz einer säkularen Gesellschaft 

Peter Strasser:
Eine Arlt religiöser Haltung 

Martin Seel:
Ist eine rein säkulare Gesellschaft denkbar? 

Gudrun Krämer:
Ist der Islam eine politische Religion? 

Ednan Aslan:
Gottes Erde ohne Gott. Säkularismus als eine Herausforderung an die Muslime 

Rainer Forst:
Toleranz und Religion. Lehren aus der Geschichte für die Gegenwart 

Winfried Schröder:
"Wenn Gott existierte, wäre alles erlaubt" Anmerkungen zur religiösen Begründung der Moral 

Bruno Binggeli:
Physik als Quelle der Spiritualität: Ein Weg vom "Gretchen" zurück zu "Beatrice"?

Friedrich Wilhelm Graf:
Götterdiskriminierung. Zur Unterscheidung der vielen neuen Gottheiten 

Gabriele Sorgo:
Kult, Konsum und Konvivialität: Einkaufen als Gottesdienst? 

Robert Menasse:
Alles über Gott und die Welt. Oder Landnahme und die Kapitalismusreligion

Die Gretchenfrage
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