Der Wille zum Schein - Über Wahrheit und Lüge

Das Verhältnis von Wahrheit und Lüge zählt seit jeher zu den bestimmenden Themen der Philosophie. Ist die Lüge moralisch erlaubt? Wann ist sie vielleicht sogar geboten? Ein Mensch, der noch nie gelogen hat, ist kaum vorstellbar, aber keiner will sich anlügen lassen. Die Sicherung der Wahrheit wurde zur Leitidee der neuzeitlichen Wissenschaft, doch ist es nicht die Lüge, die die Realität des menschlichen Umgangs dominiert? Das achte Philosophicum Lech ging den Spuren der Lüge in unserer Gesellschaft nach: von der Frage nach der Zulässigkeit der Lüge in der Politik über die Fakes und Fälschungen in Kunst und Wissenschaft bis hin zur Bedeutung der Wahrheitsfrage in den Medien.

ISBN 3-552-05339-5 

Inhalt:
Konrad Paul Liessmann:

Der Wille zum Schein. Über Wahrheit und Lüge

Simone Dietz:
Über Wahrheit und Lüge im moralischen Sinn

Josef Mitterer:
Die Beliebigkeit von Wahrheit und Irrtum. Mit einem kurzen Exkurs zu Wahr- & Falschnehmung

Georg Kohler:
Gemeinheit und Gemeinsinn. Warum Machiavelli manchmal recht hat. Über Lüge und Wahrheit in der Politik

Bukhard Müller-Ullrich:
Wonach richten sich die Nachrichten? Über die journalistischen Quellgebiete der Lüge

Jochen Hörisch:
Warum lügen und was wissen die Dichter?

Jürgen Partenheimer:
Die Lüge als ursprüngliche Endlichkeit von Norm und Aurorität oder Der Beginn der Poetik. Ein Fragment

Ulrike Felt:
Nichts als die Wahrheit....?! Betrug und Fälschungen in der Wissenschaft

Alfred Schirlbauer:
Bildungslügen. Über pädagogische Illusionen

Robert Pfaller:
Das Unglaubliche. Über Illusion, Lust und Kultur

Walter Homolka:
Wahrheit und Lüge - Eine Bewertung aus jüdischer Sicht

Der Wille zum Schein
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