Herzlich willkommen in Lech am Arlberg!


Als Bürgermeister der Gemeinde Lech ist es mir eine besondere Freude,
alle Teilnehmer des Philosophicums Lech in unserer Gemeinde will-
kommen zu heißen. Der Erfolg des Symposions, das in diesem Jahr
bereits zum dritten Mal stattfindet, bestärkt uns in der Überzeugung,
dass die Verbindung von landschaftlicher Schönheit und intellektuel-
lem Diskurs ebenso anregend ist wie auch befruchtend als Ausdruck
einer lebendigen und bewusst gelebten Kultur. Inmitten unserer fas-
zinierenden Berglandschaft bietet das Philosophicum Lech internatio-
nalen Wissenschaftlern ein Forum der Diskussion unterschiedlicher
Thesen und Standpunkte innerhalb eines spezifischen Themenkreises.
Durch die rege Teilnahme eines interessierten Publikums hat sich die
Veranstaltung in den vergangenen Jahren nicht nur als Fachsymposion,
sondern darüber hinaus als Plattform eines engagierten Meinungsaus-
tausches erwiesen. Das 3. Philosophicum ?Die Furie des Verschwindens
­ Über das Schicksal des Alten im Zeitalter des Neuen“, wird sich dem
Spannungsfeld zwischen Alt und Neu und damit auch der Frage nach
der Bedeutung von Tradition und überlieferten Wertvorstellungen in
unserer allem Neuen so ergebenen Gesellschaft widmen. Das Verhält-
nis von alten und neuen Medien wird ebenso Thema sein wie die Rolle
der Antike für die Moderne oder die Beziehungen zwischen Alt und
Neu in Kunst, Literatur oder Architektur. Im Strudel der allgemeinen
Beschleunigung sind wesentliche Bestandteile unserer Kultur vom
Verschwinden bedroht: Lebensformen, Weltanschauungen, Kommuni-
kationsweisen ebenso wie technische Fertigkeiten oder Verkehrssyste-
me. Die Erörterung all dieser Themenkomplexe soll einen aktuellen,
aber auch notwendigen Dialog einleiten über den Stand der kulturellen
Entwicklung am Vorabend des neuen Jahrtausends. Mein Dank für die
fachliche Beratung gilt Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann, der für das
Konzept des 3. Philosophicums verantwortlich zeichnet, und den Refe-
renten, aber auch all jenen, die mit ihrem Engagement an der Organi-
sation und Durchführung des Symposions ebenso zu seinem Gelingen
beitragen wie eine zahlreiche, engagierte Zuhörerschaft.

Die Gemeinde Lech liegt in einer der ältesten Kulturlandschaften der
Region. Bei aller nötigen und gewünschten Hinwendung zum Fort-
schritt sehen wir eine unserer obersten Aufgaben auch darin, unser
historisches Erbe zu bewahren. Lech am Arlberg ist damit selbst ein Ort
im Spannungsfeld zwischen Alt und Neu und wird neue Einsichten
und Impulse aus dem 3. Philosophicum gerne weitertragen.

Ludwig Muxel
Bürgermeister der Gemeinde Lech