Prof. Dr. Gustav Jirikowski

Zur Person
geb. 1954 in Wien, Biologe, Studium in Salzburg, z.Zt. Professor fürNeuroanatomie an der Friedrich Schiller Universitat Jena.
Wissenschaftliche Stationen: Ulm, Amsterdam, Chapel Hill (USA),
SanDiego (USA), Munchen.

Wichtige Publikationen (Auswahl):
Maternal and Social Behaviors (1992).
Zahlreiche Originalarbeiten,
Patente und Buchbeitrage.
Herausgeber: European Journal of Anatomy

Zum Vortrag
"Der kleine Unterschied: Gedanken zur Neurobiologie der Sexualität in einer antisexuellen Zeit."

Sexualität ist primär im Gehirn. Während der Embryonalentwicklung entsteht ein männliches oder weibliches Gehirn und die meisten Verhaltensmuster und Instinkte sind urspünglich biologisch vorgegeben. Sie werden aber z.B. durch gesellschaftliche Zwänge moduliert. Die Natur versucht immer, die Vermehrung und damit die Erhaltung der Art sicherzustellen, weshalb manche geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen, Instinkte, ja vielleicht sogar Denk- und Lebensweisen fest "programmiert" sein könnten. Das wichtigste Geschlechtsorgan ist also das Gehirn. Die Wahrnehmung, und damit auch die Kommunikation von Mann und Frau arbeitet aber völlig unterschiedlich, weshalb ein wirkliches gegenseitiges Verstehen wohl unmöglich ist. Der Eros ist nun die einzige Brücke, die das Unmögliche erreichbar erscheinen läßt, denn Sexualität ist das biologische Prinzip der Verschiedenheit. Ich werde versuchen, dies anhand von Beispielen aus der Neurobiologie, Psychologie, Medizin und Verhaltensforschung in einem allgemeinverständlichen aber absichtlich wissenschaftlich unkompletten Vortrag zu erklären.

Homepage
www.mti.uni-jena.de/~i6scmr/ana/jiri/gjir.html
Kontakt
gjir@mti-n.mti.uni-jena.de


Die Zukunft des Eros?
"Eros hat Zukunft!"