PD Dr. Wilhelm Schmid

Zur Person
Geboren 1953 in Billenhausen/Bayerisch-Schwaben.
Freier Philosoph, lebt seit 1980 in Berlin.
Studium von Philosophie und Geschichte in Berlin (FU), Paris (Sorbonne) und Tübingen. In Tübingen 1991 Promotion mit der Arbeit "Auf der Suche nach einer neuen Lebenskunst" In Erfurt 1997 Habilitation mit der Arbeit "Philosophie der Lebenskunst – Eine Grundlegung".
Stationen der Lehrtätigkeit: Universität Leipzig (1990-1991), TU Berlin (1991-1992), PH Erfurt (seit 1993), Universität Jena (1999-2000). Privatdozent für Philosophie in Erfurt seit 1997. Gastdozent (DAAD-Kurzzeitdozenturen) für Philosophie an der Universität Riga/Lettland (1992-2000), und an der Universität Tiflis/Georgien (seit 1997).
Ständiger freier Mitarbeiter von "Letra Internacional" in Madrid. "Correspondant" des Collège International in Paris.
Seit 1998 jeweils im September "philosophischer Seelsorger" im Spital Affoltern am Albis (bei Zürich).

Wichtige Publikationen (Auswahl):
- Die Geburt der Philosophie im Garten der Lüste (1987);
- Auf der Suche nach einer neuen Lebenskunst (1991);
- Philosophie der Lebenskunst (1998);
- Schönes Leben? (2000)

Zum Vortrag
"Hin zum Schönen? Zur Frage der Lebenskunst in Zeiten der Krise des Eros"
Die Frage nach dem richtigen Umgang mit Eros markiert die Geburtsstunde der Philosophie. Davon zeugt das "Symposion" von Platon. Schon damals wurde die Orientierung am "Schönen" gebraucht, um dem einzelnen Individuum Hilfestellung zu bieten beim schwierigen Umgang mit der überwältigenden Erfahrung der Lüste.
Eine Krise des Eros kennt auch die Gegenwart. Nachdem in der Moderne unter philosophischer Inspiration der Utilitaristen das Glück in der Maximierung der Lüste vermutet worden war, machen moderne Individuen immer mehr die Erfahrung, dass die Jagd nach Lüsten verhängnisvoll ist.
Daher die erneute Frage, wie mit Lüsten umzugehen ist, und die erneute Orientierung am "Schönen": Was ist ein schönes Leben? Welche Bedeutung haben die Lüste und der Eros hierfür? Was ist das richtige Maß für den Gebrauch der Lüste? Wie lassen sie sich einbetten in eine Kunst, statt sich nur "gehen zu lassen"? Das ist die Frage nach Lebenskunst in Zeiten der Krise des Eros.

Homepage
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Kontakt
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Die Zukunft des Eros?
Die Zukunft des Eros liegt in seinem bewussten, wählerischen Einsatz zur Erlangung eines schönen Lebens.
Weiterführend zum Thema Lebenskunst:

"Lebenskunst: die einzige Utopie, die uns geblieben ist", Interview in: Psychologie heute, Juli 1996.
Erneut in: Psychologie heute Compact 4 (1999), Schwerpunktheft "Lebens-Kunstē

"Über den Versuch zur Neubegründung einer Philosophie der Lebenskunst nach Foucault", Aufsatz in: Lernziel Lebenskunst. Konzepte und Perspektiven, hg. v. Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung, Remscheid 1999

Das Leben als Kunstwerk. Versuch über Kunst und Lebenskunst. Ihre Geschichte von der antiken Philosophie bis zur Performance Art, in: Kunstforum International 142 (Okt. - Dez. 1998), Themenheft "Lebenskunstwerke"