Prof. Dr. Christina von Braun
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Zur Person
geb. 1944 in Rom, Prof. Dr. phil., Kulturtheoretikerin, Autorin und Filmemacherin. Studium in den USA und Deutschland. Von l969 bis l98l in Paris ansässig als freischaffende Autorin und Filmemacherin. 1991-1993 Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen. Gastprofessuren an den Universitäten von Frankfurt/M., Wien, Klagenfurt, Konstanz, Innsbruck und Columbia University, New York. Seit 1994 Professorin für Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ca. fünfzig Filmdokumentationen und Fernsehspiele zu kulturgeschichtlichen Themen. Zahlreiche Bücher und Aufsätze über das Wechselverhältnis von Geistesgeschichte und Geschlechterrollen. Forschungsschwerpunkte: Gender, Medien, das Verhältnis von Religion und Moderne, Antisemitismus.

Wichtige Publikationen (Auswahl):
Bücher u.a.:
Nicht ich. Logik Lüge Libido (Frankfurt: Neue Kriitk 1985)
Die Schamlose Schönheit des Vergangenen. Zum Verhältnis von Geschlecht und Geschichte (Frankfurt: Neue Kritik 1989)
Der Ewige Judenhaß. Christlicher Antijudaismus, deutschnationale Judenfeindlichkeit, rassistischer Antisemitismus. (Begleitbuch zur gleichnamigen Filmreihe der Autorin), (Stuttgart/Bonn: Burg) 1990 u. (Berlin: Philo) 2000
Die Multiple Persönlichkeit. Krankheit Medium oder Metapher? (hg. zus. m. Gabriele Dietze), (Frankfurt/M.: Neue Kritik) 1999
Einführung in Gender Studien (hg. zus. m. Inge Stephan), (Stuttgart: Metzler) 2000
Versuch über den Schwindel. Religion, Schrift, Bild, Geschlecht, Zürich/München (Pendo) 2001

Filme u.a.:
Zum Sterben muß man geboren sein. Zur Geschichte des Todes im Abendland (1976)
Menschen und Bücher. Zur Geschichte der Bibliothek (1980)
Verfemt Verfälscht Vergessen. Die Frauen der Französischen Revolution (1981)
Von Wunschtraum zu Alptraum. Eine Geschichte des utopischen Denkens (1984)
Gegen den Strich. N.d. gleichnamigen Roman von J.K. Huysmans (1986)
Die Erben des Hakenkreuzes. Zur Geschichte der Entnazifizierung in den beiden Teilen Deutschlands.(1987)
Die Angst der Satten. Über Hungerstreik, Hungersnot und Überfluß. (1991)
Böses Blut. Mythen und Wirkungsgeschichte der Syphilis. (1993)
Vom Sinn des Sehens. Augen-Blicke der Geschlechter (1994)
Das geteilte Ich. Gestalten des Selbst in der Moderne (1996)
Schönheit, verzweifelt gesucht. (Zur Geschichte der Schönheit) 2002

Vortrag:
Macht ist ein ganz besonderer Saft. Die Bilder des Kollektivkörper.
Wir gehen gerne davon aus, daß die ŒBilderflut¹ ein Phänomen der Moderne und ihrer visuellen Techniken sei. In Wirklichkeit gibt es eine lange Vorgeschichte, die u.a. in der Geschichte der christlichen Bilderverehrung zu suchen ist. In dem Vortrag werden die Linien aufgezeigt, die die religiöse Ikonophilie mit den modernen visuellen Techniken verbinden. Die historische Wirkungsmacht christlicher Ikonophilie tritt besonders deutlich hervor, wenn man seine Auswirkungen auf die christliche ŒGeschlechterordnung¹ mit den Auswirkungen des jüdischen Bilderverbots auf die Geschlechterordnung der jüdischen Religion vergleicht.