Dr. Cora Stephan
www.anne-chaplet.de
CoraStephan@t-online.de

Zur Person
geb. 1951 in Niedersachsen, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Volkswirtschaftslehre in Hamburg und Frankfurt am Main (Promotion 1976) und lebt dort sowie in Südfrankreich. Frühere Tätigkeiten als Lehrbeauftragte an der Goethe-Universität in Frankfurt, als Übersetzerin und Lektorin, als Redakteurin beim Pflasterstrand, beim Hessischen Rundfunk und beim Spiegel sowie als Rundfunkmoderatorin. Seit 1987 frei publizistisch tätig, schreibt Bücher sowie Essays und Kommentare.

Wichtige Publikationen (Auswahl):
- Ganz entspannt im Supermarkt. Liebe und Leben im ausgehenden 20. Jahrhundert (1985)
- Weiterhin unbeständig und kühl. Nachrichten über die Deutschen (1988)
- Der Betroffenheitskult. Eine politische Sittengeschichte (1993)
- Neue deutsche Etikette (1995)
- Das Handwerk des Krieges (1998)

Buchveröffentlichungen unter dem Pseudonym Anne Chaplet:
- Caruso singt nicht mehr, München 1998 (TB 2000); Wasser zu Wein, München 1999 (TB 2001);
- Nichts als die Wahrheit, München 2000 (TB 2002); Die Fotografin, München 2002.

Vortrag:
Die Macht der Quote und die Grenzen der Demokratie

Thesen zum Vortrag:
a)
"Während des Wahlkampfes - und der ist ja dauernd -, also: fast immer treten Parteien und Politiker just so auf, als wendeten sich an Menschen, die glauben, was sie im Fernsehen sehen, die eine Aufmerksamkeitsspanne von 15 Sekunden haben und deren Weitsicht höchstens bis zum nächsten Ballermannurlaub reicht."

b)
Die Bundesrepublikaner werden seit Jahrzehnten von Menschen regiert, die ihnen nicht viel zutrauen und deshalb auch nichts zumuten.

e)
Medium und Politik teilen die Verachtung für die Menschen, die hinter jenen Quoten stehen, die man nicht mit Zumutungen, sondern mit Zerstreuung gewinnt.

f) Weder Volksnähe noch „mehr Demokratie" machen Politik automatisch besser.Das, was vielleicht gegen den Zwang hülfe, Politik auf die Überredungskunst in Zeiten des Wahlkampfs zu reduzieren, wäre offenbar nicht die Verstärkung, sondern die Verminderung des Einflusses des Wählers. Er wählt schon genug – jeden Tag zwischen zig Programmen. Er käme also nicht aus der Übung, wenn man ihn, sagen wir mal: nur alle sechs Jahre befragte. Dann fehlte nur noch der Mut, den Politiker brauchen, um sich in den kalten Wind der Realität jenseits der Konsensgesellschaft zu stellen.
Buchveröffentlichungen: Das Handwerk des Krieges, Berlin 1998; Neue Deutsche Etikette, Berlin 1995; Der Betroffenheitskult. Eine politische Sittengeschichte, Berlin 1993; (Hrsg.) Wir Kollaborateure. Der Westen und die deutschen Vergangenheiten, Reinbek bei Hamburg 1992; Weiterhin unbeständig und kühl. Nachrichten über die Deutschen, Reinbek bei Hamburg 1988; Ganz entspannt im Supermarkt. Liebe und Leben im ausgehenden 20. Jahrhundert, Berlin 1985; (Hrsg., mit Matthias Horx und Albert Sellner): Infrarot. Wider die Utopie des totalen Lebens, Berlin 1983; Auswahl, Einleitung, Textkommentare zu: Zwischen den Stühlen oder über die Unvereinbarkeit von Theorie und Praxis. Schriften Rudolf Hilferdings 1904 bis 1940, Bonn-Bad Godesberg 1982; Auswahl, Einleitung, Textkommentare zu: Ausgewählte Reden und Schriften August Bebels in zwei Bänden, Frankfurt 1981; 'Genossen, wir dürfen uns nicht von der Geduld hinreißen lassen!' Aus der Urgeschichte der Sozialdemokratie 1862-1878, Frankfurt 1977 und 1981.