Dr. Eugen Maria Schulak



Zur Person
Geboren 31.1.1963 in Wien als Sohn von Gustav und Rosemarie. 1969-1981 Besuch der Volksschule am Stift der Piaristen, Gymnasium am Stift der Schotten
Matura an der Kongregation der Marianisten. 1982-1984 Studium der Biologie an der Universität Wien. Studium der Musik und der klassischen Gitarre an der Hochschule für Musik. Arbeit als Musiker 1983-1995. Aufbau des Tonstudios "Jackson & Schulak", Produktion von Radio- und Fernsehwerbung. 1984-1992 Studium der Philosophie, Psychologie, Pädagogik und Geschichte an der Universität Wien mit Abschluß Mag. Phil. und der Diplomarbeit "Der Entwicklungsgedanke. Nietzsches Kulturbegriff". Im Anschluss 1992-1993 Zivildienst im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes. Unterrichtspraktikum 1994-1995 am Akademischen Gymnasium in Wien; 1994-1997 Studium der Philosophie an der Universität Wien mit Abschluß Dr. Phil.
und der Dissertation "Daimon. Philosophische Obsessionen". Ab 1997 Vorträge an Kongressen und Symposien, publizistische Arbeiten für Zeitungen und Zeitschriften, Erwachsenenbildung am Pädagogischen Institut der Stadt Wien und an der Volkshochschule Wien 3. Lehrtätigkeit (Philosophie) am Gymnasium BRG 2 in Wien.
Eröffnung der Philosophischen Praxis in Wien 1998, Philosophical Counselling
Ab 1999 Departmentleiter für Philosophie und Weltbild an der "Academy of Life", Siemens-Forum Wien.
Ab 2000 Seminare im Bereich klassische Philosophie, Ethik, Wirtschaftsethik, Kulturgeschichte der Behinderung und Sozialmanagement
Vorträge und Essays im Bereich der Bildenden Kunst.
2001: "Daimon. Über die Motive philosophischen Denkens" im Wiener Universitätsverlag erscheint das Buch.
2002: "Für & Wider" (Band 2, im Frühjahr 2003) im Manz Schulbuch-Verlag erscheint der erste Band des ersten österreichischen Schulbuchs für Ethik (Allgemeinbildende Höhere Schulen)
Ab 2003: Lehrtätigkeit (Philosophie) an der "Walz" (Wiener Lernwerkstatt)



Zum Vortrag


Jedermann beim Philosophen. Über den Umgang mit der Endlichkeit

Im Zentrum der Philosophischen Praxis steht die philosophische Betreuung interessierter Einzelpersonen, das Eingehen auf deren philosophische Wünsche und Interessen, die Unterstützung im Auffinden benötigter Argumente und Ideenzusammenhänge, was einer Art vorübergehender Lebensbegleitung in Form einer philosophischen Dienstleistung gleichkommt.

Im Unterschied zum reinen Wissenschafter oder philosophischen Theoretiker kann ein Praktiker der Philosophie demnach auch beobachten, von welchen Menschen ein Gedankengang aus welchen Gründen angenommen oder abgelehnt wird. Er hat die Möglichkeit zu sehen, ob und inwiefern das Denken dem konkreten Leben in die Arme greift.

Neun Gespräche sowie fünfundzwanzig Interviews zum Thema “Umgang mit der Endlichkeit³ – die zur Zeit noch ausgewertet und verarbeitet werden - bilden das Material für eine philosophische Rundschau. Persönliche Ansichten und private Einsichten von höchst unterschiedlichen Menschen stehen dabei im Mittelpunkt. Gemeinsam ist diesen Menschen bloß ein vehementes Interesse an der Philosophie sowie ein ausgeprägter Individualismus.

Wichtige Publikationen (Auswahl):
Bücher

Daimon. Über die Motive philosophischen Denkens, Wiener Universitätsverlag, Wien 2001.

Für & Wider. Lese- und Arbeitsbuch der Ethik, Bd. 1 (gemeinsam mit A. Kitzberger), Verlag Manz Schulbuch, Wien 2002.

Für & Wider. Lese- und Arbeitsbuch der Ethik, Bd. 2 (gemeinsam mit A. Kitzberger), Verlag Manz Schulbuch, Wien 2003 (in Druck).

Ärztlich-philosophische Praxis. Ein Dialog (gemeinsam mit K. H. Spitzy), Verlag Wilhelm Maudrich, Wien 2003 (in der Phase der Endredaktion).

Seher, Hofnarr, Versuchskaninchen. Kulturphilosophische Betrachtungen zum Phänomen der Behinderung (in Vorbereitung).

Anthologien & Kataloge

Zur Notwendigkeit der Philosophie im Alltag. Philosophische Praxis, in: Rainer Born, Otto Neumaier (Hrsg.), Philosophie - Wissenschaft - Wirtschaft, Akten des VI. Kongresses der Österreichischen Gesellschaft für Philosophie (Linz, 1.-4. Juni 2000), Schriftenreihe der Österreichischen Gesellschaft für Philosophie, Bd.4, Verlag öbv&hpt, Wien 2001.

Glanz über allem, in: Staatliche Kunstsammlung Dresden, Münzkabinett (Hrsg.), Helmut Zobl. Ein zeitgenössischer Wiener Medailleur. Prägungen und Bilder,

Katalog zur Ausstellung, Dresden-Pappritz 2001.
Anthropologie, in: Helmut Zobl (Hrsg.), Helmut Zobl. Prägungen 1998-2002. Werkverzeichnis und Auswahl von Bildern, Wien 2002.

Seher, Hofnarr, Versuchskaninchen. Kulturphilosophische Betrachtungen zum Phänomen der Behinderung, Auszug, in: Landesinstitut für Erziehung und Unterricht Stuttgart (Hrsg.), Quellenhefte zu "Meisterwerken der Kunst", Folge 51/2003, Stuttgart 2003.

Zeitungen & Zeitschriften

Der Daimon in uns. Wo bleibt die Ethik?, in: Der Freidenker, 1/1998.
Der Dämon in uns. Alle reden von Ethik - Versuch einer Begriffsklärung, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 8. Mai 1998.

Aus der Praxis eines Philosophen. Zur Notwendigkeit der Philosophie im Alltag, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 11. September 1998.

Erhaben über Gunst und Zorn. Epikurs Lustprinzip und der philosophische Materialismus der Antike, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 19. Februar 1999.

Die europäische Ideologie. Die metaphysischen Grundlagen der antiken griechischen Philosophie als Wurzeln des heutigen Eurozentrismus, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 9. April 1999.

Die Lust Epikurs. Reflexionen zum philosophischen Materialismus der Antike, in: Der Freidenker, 2/1999.

Von der Attraktion zum Minister. Das wechselhafte Schicksal behinderter Menschen quer durch die Zeitläufe, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 11. Juni 1999.

Harmonie im Widerspruch. Heraklits Metaphysik und der Ursprung der philosophischen Dialektik, in: Zeitschrift für Philosophie, Nr. 3, Juli - September 1999.

Die dunklen Seiten der Welt. Eine kurze Einführung in den radikalen Pessimismus des Arthur Schopenhauer, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 20. August 1999.
Mehr als ein Ende? Der Tod als Herausforderung für Philosophie und Metaphysik, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 29. Oktober 1999.

Die dunklen Seiten der Welt. Schopenhauers radikaler Pessimismus, in: Zeitschrift für Philosophie, Nr. 4, Oktober - Dezember 1999.

Philosophische Impulse für Mediziner, in: Zeitschrift für Philosophie, Nr. 4, Oktober - Dezember 1999.

Unendliche Sinne. Philosophischer Nihilismus muss nicht zwangsläufig in Depression enden - als Lob der Vielfalt kann er Bescheidenheit lehren, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 26. Mai 2000.

Hermeneutisches Schaustück. Lust am Denken beim VI. Philosophen-Kongress in Linz, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 23. Juni 2000.

Ein Quantum Kälte und Härte. Nietzsches Denken bleibt auch im 21. Jahrhundert eine gewaltige Herausforderung, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 25. August 2000.

Philosophical Counselling. Über die Vorteile innovativen Denkens im Geschäftsleben, in: New Business, Alles über Consulting, Herbst 2000.
Die Akademie des Lebens. Die "Academy of Life" im Siemens Forum Wien verhilft dazu, "aus den Erfolgsgeheimnissen der Besten das Beste zu machen", in: New Business, November 2000.

Machiavelli für Frauen. Die "Academy of Life" im Siemens Forum Wien vermittelt jungen UnternehmerInnen und ManagerInnen die Erfolgsrezepte prominenter Persönlichkeiten, in: New Business, Jänner 2001.

Der Meister des Realen. Helmut Schmidt besuchte die Academy of Life im Siemens-Forum, in: New Business, März 2001.

Angst und Lust aus der Sünde. Zur Philosophie und Metaphysik der Erotik, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 6. Juli 2001.

"Manchmal ist Theater Therapie". Ein Gespräch mit der Schauspielerin Andrea Jonasson, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 6. Juli 2001.

"Ich will keine Zeit verlieren". Ein Gespräch mit dem Wissenschafter und Schriftsteller Carl Djerassi, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 7. September 2001.

Österreichs Mc-Export in die weite Welt. Andreas Hacker, Senior Vice-President von McDonald´s für Zentraleuropa und Zentralasien, war Gast bei der Academy of Life im Siemens Forum Wien, in: New Business, September - Oktober 2001.

"Ich fühle mich schuldig". Ein Gespräch mit dem Schauspieler und Regisseur Maximilian Schell, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 25. Jänner 2002.

"Marketing ruiniert die Welt". Vivienne Westwood über Mode, Punk und schlechten Geschmack, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 14. Juni 2002.

Dinge, die ohne Grund geschehen. Ein Gespräch mit dem Physiker Anton Zeilinger, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 12. Juli 2002.

"Respekt ist wichtiger als Liebe". Ein Gespräch mit Sir Peter Ustinov über Kunst, Politik und Erziehung, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 27. Dezember 2002.

"Ich bin keine Predigerin". Die Krimi-Autorin Donna Leon im Gespräch, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 7. Februar 2003.

Rezensionen Kulturgeschichte der Beratung. Eine Anthologie versammelt "Rat und Tat" aus drei Jahrtausenden, in: Wiener Zeitung vom 28. Mai 1999.

Von Proletaria nach Libertaria. Philosophischer Utopieroman: "Die beste aller Welten" von Steven Lukes, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 16. Juli 1999.

Philosophie auf Hochglanz. Über eine neue Zeitschrift jenseits akademischer Fachprobleme, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 20. August 1999.

Freigeist, Moralist, Prophet, Dichter. Eine Auswahl an Neuerscheinungen zu Leben und Werk Nietzsches, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 25. August 2000.

Mit ständiger Rücksicht auf Nietzsche. Konrad Paul Liessmanns "Philosophie des verbotenen Wissens", in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 1. Dezember 2000.

Wie einst Diogenes. Über Wilhelm Schmids Philosophie der Lebenskunst, in: Wiener Zeitung, Extrabeilage vom 20. Juli 2001.

Joggen am Friedhof. Roger-Pol Droit animiert zu philosophischen Alltagsexperimenten, in: Wiener Zeitung vom 13. Dezember 2002.