Prof. Dr. Georg Kohler



Zur Person
Geboren 1945 in Konolfingen (Emmental, Kt. Bern, Schweiz). Professor für politische Philosophie an der Universität Zürich.1965-1973 Studium der Philosophie in Zürich und Basel; 1971-1978 Studium der Jurisprudenz in Zürich; 1973 lic. phil. I, 1975-1980 Assistent am Philosophischen, Seminar der Universität Zürich; 1977 Promotion Dr. phil. I; 1979 lic. iur.; 1981-1991 Tätigkeit als Publizist und in der Geschäftsleitung eines Familienunternehmens in Wien; 1987 Habilitation; 1989 (Sommersemester) Vertretung des Lehrstuhls für politische Philosophie und Theorie an der Universität Zürich; 1992-1994 Vertretung des Lehrstuhls für politische Philosophie und Theorie am Geschwister Scholl-Institut für Politische Wissenschaft der Universität München. Seit 1994 ordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Zürich, mit besonderer Berücksichtigung der politischen Philosophie.

Wichtige Publikationen (Auswahl):
Scheitert die Schweiz? Eine szenische Befragung von Georg Kohler, Zürich 1998

Die Melancholie des Detektivs. Essays, Deuticke, Wien 1994

Handeln und Rechtfertigen. Untersuchungen zur Struktur der praktischen Rationalität, Frankfurt 1988

Geschmacksurteil und ästhetische Erfahrung. Beiträge zur Auslegung der "Kritik der ästhetischen Urteilskraft", Berlin/New York

Konturen der neuen Welt(un)ordnung. Beiträge zu einer Theorie der normativen Prinzipien internationaler Politik, Hg. gem. mit U. Marti, Verlag W. De Gruyter, Berlin 2003

Expo-Syndrom? Materialien zu den Schweizer Landesausstellungen vom 1883-2002, Verlag der Fachvereine, Hg. gem. mit St. Von Moos, Zürich 2002

In Erwartung eines Endes. Apokalyptik und Geschichte, Hg. gem. mit H. Holzhey, Pano Verlag, Zürich 2001

Diskurs und Dezision. Politische Vernunft in der wissenschaftlich-technischen Zivilisation. Hermann Lübbe in der Diskussion, Hg. gem. mit H. Kleger, Passagen Verlag, Wien 1990

Die schöne Kunst der Verschwendung. Fest und Feuerwerk in der europäischen Geschichte, Hg. gem. mit H. Kleger, Artemis Verlag, Zürich/München 1988

Kagan vs. Kant. Konturen der neuen Welt(un)ordnung. In: G. Kohler/U. Marti (Hg.), Konturen der neuen Welt(un)ordnung. Beiträge zu einer Theorie der normativen Prinzipien internationaler Politik, Berlin 2003, S. 11-61

Wie wir rational (Handelnde) sind. In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie 6/2003, S. 1049-1055

Die Schweiz an der Jahrhundertschwelle. Einleitung. In: G. Kohler/S. von Moos (Hg.), Expo-Syndrom? Materialien zur Landesausstellung 1883-2002, Zürich 2002, S. 11-18

Die offene Gesellschaft und ihre Freundin. Sicherheit und Freiheit - die Kunst der Balance im liberalen Staat. In: Neue Zürcher Zeitung, 3./4.11.01, S. 93

Die Metaphysik der Bäume. Ein indirekter Versuch über die Kunst. In: Peter Panyoczki. Monographie, Benteli Verlag, Bern 1996, S. 99-119

Demokratie, Integration, Gemeinschaft - Thesen im Vorfeld einer Einwanderungsgesetzdiskussion. In: Schweiz. Arbeitskreis für ethische Forschung (Hrsg.), Migration - Und wo bleibt das Ethische?, Arbeitsblätter 2.94, Nr. 32, Zürich 1994, S. 17-34

Entschluss und Beschluss: Zum Begriff der rationalen Entscheidung. In: J. Nida-Rümelin (Hrsg.), Praktische Rationalität: Grundlagenprobleme und ethische Anwendungen des rational choice-Paradigmas,(Perspektiven der analytischen Philosophie, Bd.2), de Gruyter, Berlin/New York 1994, S. 10

http://www.unizh.ch/philosophie/mitarbeiter/body_kohl.html

Zum Vortrag
"Gemeinheit und Gemeinsinn"

Gibt es eine spezifische "politische Moral"? Ermächtigt sie zur Lüge? Von Platon bis Machiavell und von Rousseau bis Wolfowitz finden sich genügend Theoretiker und Praktiker der Macht, die diese Frage positiv beantworten. Aber es gibt auch ernst zu nehmende Kritiker der These, unter ihnen der grosse Kant. Eine befriedigende Antwort lässt sich jedenfalls nur dann finden, wenn man die Alternative "Realist vs. Idealist" unterläuft.