Univ. Prof. Dr. Hans Christoph Binswanger



Zur Person

em. Professor für Volkswirtschaftslehre Universität St. Gallen.

geb. 1929. Studien in Zürich und Kiel. Doktorat 1956 in Zürich. 1957 bis 1967 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Schweizerischen Institut für Außenwirtschafts- und Marktforschung an der Universität St. Gallen; 1967 Habilitation. Ab 1969 ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen. 1980 bis September 1992 Geschäftsführender Direktor der Forschungsgemeinschaft für Nationalökonomie. Ab Oktober 1992 bis März 1995 Direktor des Instituts für Wirtschaft und Ökologie (IWÖHSG). Emeritiert seit Oktober 1994.


Auszeichnungen
Bundesnaturschutzpreis (1980), Binding-Preis für Natur- und Umweltschutz (Liechtenstein , 1986), Ehrensenator der Wirtschaftsuniversität Wien (1994), Dr. Brandenberger-Preis (Schweiz, 1994), Adam Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik (2004).

Lehrgebiet:
Volkswirtschaftslehre

Forschungsgebiete
Geldtheorie, Dogmengeschichte, Umwelt- und Ressourcenökonomie

Forschungsschwerpunkte
Umwelt- und Ressourcenökonomie, Geldtheorie, Europäische Integration, Allgemeine  Volkswirtschaftslehre

 

Publikationen (Auswahl)

Die Wachstumsspirale – Geld, Energie und Imagination in der Dynamik des Marktprozesses, 2006

Die Glaubensgemeinschaft der Ökonomen, 1998

Geld und Natur, 1992

Arbeit ohne Umweltzerstörung (mit H. Fritsch und H. Nutzinger), 1983Geld und Magie – eine ökonomische Deutung von Goethes Faust, 2. Auflage 2005 (englische  Ausgabe: „Money and Magic“, 1994)

Wege aus der Wohlstandsfalle (mit W. Geissberger und T. Ginsburg), 1978

Eigentum und Eigentumspolitik, 1978

Markt und internationale Währungsordnung, 1969

Zum Vortrag

Geld und Magie. Die moderne Wirtschaft im Spiegel von Goethes Faust

 Goethes „Faust“ ist von einer kaum fassbaren Aktualität. Von allen Dramen, die bisher geschrieben worden sind, ist es das modernste. Es stellt nämlich ein Thema in den Vordergrund, das die heutige Zeit vor allen anderen Themen beherrscht: die Faszination, die von der Wirtschaft ausgeht. Ihr Wachstum  ist heute zum einzigen verbindlichen Massstab für die Entwicklung der Menschheit geworden.

 Die moderne Wirtschaft ist als alchemistischer Prozess, als die Suche nach dem künstlichen Gold zu deuten. Aus dieser Suche entwickelt sich eine Sucht, die denjenigen, der sich ihr einmal verschrieben hat, nicht mehr loslässt. Wer die Alchemie der Wirtschaft nicht versteht, kann die ungeheuerlichen Dimensionen der modernen Wirtschaft nicht erfassen.

Email

hans-christoph.binswanger@unisg.ch