Univ. Prof. Dr. Jochen Hörisch



Zur Person

geb. 1951 in Bad Oldesloe. 1970 bis 1976 Studium von Germanistik, Philosophie und Geschichte in Düsseldorf, Paris und Heidelberg. Nach der Promotion Assistent (1976 bis 1988) bzw. nach der Habilitation (1982) Privatdozent und Professor (C 2) an der Universität Düsseldorf. Seit 1988 Ordinarius für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim. Ruf an die University of Virginia in Charlottesville (USA) im Jahr 2000 und Ruf auf den Lehrstuhl „Medientheorien“ an der HUB Berlin abgelehnt (2002). Gastprofessuren 1986 an der Universität Klagenfurt, 1993 am CIPH und der ENS in Paris, 1996 in Charlottesville (USA/Virginia), 1999 in Princeton (USA), 2002 in Bloomington (USA/Indiana), 2003 in Buenos Aires, 2006 an der EPHE in Paris, 2007 an der Marmara Universität in Istanbul; Vorträge (häufig auf Einladung des Goethe-Instituts bzw. des DAAD) u.a. in Frankreich (wiederholt ab 1979), Italien (1982, 1984, 2000), Großbritannien (Cambridge 1985, 2005), USA und Kanada (1989, 1991, 1993, 1995, 2000, 2003, 2006), Japan (1994, 1998, 2005), Marokko (1995), Bulgarien (1997), Indien (1998), Spanien (1998), Litauen (1999), Türkei (1999, 2007), Dänemark (1994, 2000, 2003, 2005), Österreich (1998, 2000, 2007), Israel (2001, 2006, 2007, 2008), Portugal (2002, 2003, 2005), Brasilien und Argentinien (2003, 2005), Irland (2005), Korea (2005), Schweiz (ab 1985 wiederholt), Slowakei (2006). Mitglied der europäischen Akademie für Wissenschaften und Künste in Salzburg, der Freien Akademie der Künste in Mannheim und der Freien Akademie der Künste in Hamburg.



Preise und Auszeichnungen

Heynen-Preis der Stadt Düsseldorf (1988), Reimers-Preis der Aby-Warburg Stiftung Hamburg (1999), zweijähriges Stipendium der VW-Stiftung „Pro Geisteswissenschaften / Opus magnum“ (Freistellung von Lehr -und Prüfungsverpflichtungen von Herbst 2006-2008).



Wichtige Publikationen (Auswahl):

Vorletzte Fragen. Stuttgart (Omega Verlag) 2007

Das Wissen der Literatur. München (Fink) 2007

Die ungeliebte Universität – Rettet die Alma mater. München (Hanser) 2006

Theorie-Apotheke – Eine Handreichung zu den humanwissenschaftlichen Theorien der letzten fünfzig Jahre, einschließlich ihrer Risiken und Nebenwirkungen. Ffm (Eichborn, Andere Bibliothek) 2004

Gott, Geld, Medien. Ffm (Suhrkamp) 2004

Es gibt (k)ein richtiges Leben im falschen. Ffm (Suhrkamp) 2003

Der Sinn und die Sinne - Eine Geschichte der Medien. Ffm (Eichborn, Andere Bibliothek) 2001

Das Ende der Vorstellung – Die Poesie der Medien. Ffm (Suhrkamp) 1999

Kopf oder Zahl - Die Poesie des Geldes. Ffm (Suhrkamp) 1996

Brot und Wein - Die Poesie des Abendmahls. Ffm (Suhrkamp) 1992

Die andere Goethezeit. München (Fink) 1992

Die Wut des Verstehens - Zur Kritik der Hermeneutik. Ffm (Suhrkamp) 1988

Das Tier, das es nicht gibt (über Einhörner). Nördlingen (Greno) 1986

Gott, Geld und Glück (über Bildungsromane). Ffm (Suhrkamp) 1983

Materialien zur Sprachlosigkeit des Kaspar Hauser. Ffm (Suhrkamp) 1979

Die fröhliche Wissenschaft der Poesie (über frühromantische Poetologie). Ffm (Suhrkamp) 1976

Rundfunk- und Fernsehsendungen zu kultur- und medienanalytischen Themen.



Zum Vortrag
Geld ist das Leitmedium der Neuzeit. Leitmedium - das meint: man kann, auch wenn man entschiedener Kritiker des Geldes ist, dieses Medium nicht vermeiden, es ist teilnahmepflichtig. Was Menschen in Geldkulturen und -gesellschaften gemeinsam haben, ist, daß das Geld, das jemand hat, das Geld ist, das der andere nicht hat. Geld ist also ein digitales Leitmedium, es organisiert Inklusion über Exklusion.



Email
hoerisch@yahoo.com



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