Dr. Christine Wimbauer



Zur Person

Leiterin der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe ‚Liebe’, Arbeit, Anerkennung (DFG)

geb. 1973, Studium Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaft) an der LMU von 1994 bis 1999 in München, 1999 Diplom in Soziologie, LMU München. 2000 bis 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Prof. Jutta Allmendinger Ph.D. und im Teilprojekt B6 „Gemeinsam leben, getrennt wirtschaften – Grenzen der Individualisierung in Paarbeziehungen, SFB 536 „Reflexive Modernisierung“, Institut für Soziologie der LMU München. 2003 Promotion zum Dr. phil. in Soziologie zum Thema „Die Liebe und das liebe Geld. Zur symbolischen Bedeutung von Geld in Paarbeziehungen“, LMU München. 2004 bis 2005 Emmy-Noether-Stipendiatin der DFG, Post-Doc Fellow am Department of Sociology, Yale University, New Haven, CT, USA (Januar 2004 – Juli 2005) sowie am Institut für Soziologie der LMU München (Juli – Dezember 2005). Von 2006 bis 2007 Leiterin der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe der DFG ‚Liebe’, (Erwerbs-)Arbeit, Anerkennung – Anerkennung und Ungleichheit in Doppelkarriere-Paaren am Institut für Soziologie der FAU Erlangen-Nürnberg und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nürnberg. Seit 2008 Leiterin der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe der DFG ‚Liebe’, (Erwerbs-)Arbeit, Anerkennung – Anerkennung und Ungleichheit in Doppelkarriere-Paaren am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.

 

Arbeitsgebiete

Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse

Geschlechtersoziologie und Soziologie der Paarbeziehungen

Soziologische Theorie

(Erwerbs-)Arbeit, Organisationen und Sozialpolitik

Qualitative Methoden

 

Preise und Stipendien

Zweijähriges Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Emmy-Noether-Programms (Phase I), Department of Sociology, Yale University, New Haven, CT, USA (Januar 2004 – Juli 2005) sowie an der LMU München (Juli – Dezember 2005).

Dissertationspreis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie für die Dissertation „Die Liebe und das liebe Geld. Zur symbolischen Bedeutung von Geld in Paarbezie-hungen“.2004

Promotionspreis der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität München e. V. für die Dissertation „Die Liebe und das liebe Geld. Zur symbolischen Bedeutung von Geld in Paarbeziehungen“. 2003

Studienteilstipendium der Hans-Rudolph-Stiftung München. 1998 bis 1999

Oskar-Karl Forster Bücherstipendium, LMU München. 1999


Wichtige Publikationen (Auswahl):

Geschlechtergleichheit oder ‚exklusive Emanzipation’? Ungleichheitssoziologische Implikationen der aktuellen familienpolitischen Reformen. Berliner Journal für Soziologie, 18 (1), S. 99-128, 2008 (mit Annette Henninger und Rosine Dombrowski)

Das neue Elterngeld – sozial gerecht oder exklusiv emanzipativ? In: WZB-Mitteilungen Nr. 120. 2008 (mit Annette Henninger)

Eine Frage der Anerkennung. Wie Doppelkarriere-Paare Familie und Beruf vereinbaren. In: WZB-Mitteilungen Nr. 119, S. 11-14. 2008 (mit Annette Henninger, Anke Spura und Markus Gottwald)

Die Gesellschaft als ‚institutionalisierte Anerkennungsordnung’ – Anerkennung und Ungleichheit in Paarbeziehungen, Arbeitsorganisationen und Sozialstaat. Opladen: Barbara Budrich. 2007(mit Annette Henninger und Markus Gottwald) (Hrsg.)

Zeit ist mehr als Geld – Vereinbarkeit von Kind und Karriere bei Doppelkarriere-Paaren. Zeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung, Heft 3-4, S. 69-84. 2007(mit Annette Henninger und Anke Spura)

Die Gesellschaft als ‚institutionalisierte Anerkennungsordnung’ – Eine Einleitung. In: Christine Wimbauer, Annette Henninger und Markus Gottwald (Hrsg.): Die Gesellschaft als ‚institutionalisierte Anerkennungsordnung’ – Anerkennung und Ungleichheit in Paarbeziehungen, Arbeitsorganisationen und Sozialstaat. Opladen: Barbara Budrich, S. 11-30. 2007 (mit Annette Henninger und Markus Gottwald) 

Frauen / Männer. In: Stephan Lessenich und Frank Nullmeier (Hrsg.): Das gespaltene Deutschland. Frankfurt/New York: Campus, S. 136-157. 2006

„Wenn zwei das Gleiche tun...“ – Ideal und Realität sozialer (Un-)Gleichheit in Dual Career Couples. Opladen: Verlag Barbara Budrich. 2005(mit Heike Solga)

Geld und Liebe. Zur symbolischen Bedeutung von Geld in Paarbeziehungen. Frankfurt/ New York: Campus. 2003

Organisation, Geschlecht, Karriere. Fallstudien aus einem Forschungsinstitut. Studien zur Wissenschafts- und Organisationssoziologie, Band 1. Opladen: Leske + Budrich. 1999

 

 

Zum Vortrag

„Geld“ und „Liebe“ werden in der Soziologie und auch in der Öffentlichkeit üblicherweise getrennt voneinander verhandelt: Geld gehört in die Ökonomie, Liebe in die Intimbeziehung bzw. in die Familie. Im gemeinsamen Familienhaushalt treffen jedoch beide zusammen. Bisher ist allerdings kaum untersucht, was innerhalb dieser „black box“ Haushalt passiert. Was geschieht dort, wenn infolge steigender Erwerbstätigkeit von Frauen die hergebrachte Vorstellung des „männlichen Familienernährers“ und der weiblichen „Hausfrau“ außer Kraft gesetzt wird? Unterhöhlt das „eigene Geld“ von Frauen möglicherweise die Liebe, schafft es Unabhängigkeit und destabilisiert so Paarbeziehungen? Oder entsteht durch das von Frauen zunehmend selbst verdiente Geld Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern?

Wie gezeigt wird, kann nicht von einer einfachen Gleichsetzung von „eigenem Geld“ und Unabhängigkeit gesprochen werden. Auch führt mehr Geld nicht unbedingt zu weniger Ungleichheit. Vielmehr kann Geld in Paarbeziehungen aufgrund seines Symbolisierungspotentials zum ‚Beziehungsgeld’ werden. Als solches kann es ein Macht- und Ungleichheitspotential entfalten, das weit über die Quantität des Geldes, also sein reines „Mehr“ oder „Weniger“, hinausreicht.

 

http://www.wzb.eu/bal/laa/leute/wimbauer.de.htm

Email

christine.wimbauer@wzb.eu