Prof. Dr. Thomas Küpper




Zur Person

Vertritt zur Zeit eine Professor für Kulturwissenschaft an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig und ist Mitherausgeber von „Querformat. Zeitschrift für Zeitgenössisches, Kunst, Populärkultur“

Geboren 1970, Studium der Germanistik und Philosophie in Bochum. Promotion mit einer Arbeit über die Konstruktion des Alters im Literatursystem.

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte des Kitsch-Begriffs
  • Literatur- und Kulturgeschichte des Alterns
  • Edition der Rundfunkarbeiten Walter Benjamins
  • Gender Studies

Wichtige Publikationen (Auswahl):

  • Buchpublikationen

    • Medien und Ästhetik. Festschrift für Burkhardt Lindner. Bielefeld: transcript 2003 (herausgegeben mit Harald Hillgärtner).
    • Das inszenierte Alter. Seniorität als literarisches Programm. Würzburg: Königshausen und Neumann 2004.
    • Gender Studies und Systemtheorie. Studien zu einem Theorietransfer. Bielefeld: transcript 2004 (herausgegeben mit Sabine Kampmann und Alexandra Karentzos).
    • Kitsch. Texte und Theorien. Stuttgart: Reclam 2007 (herausgegeben mit Ute Dettmar).

    Aufsätze

    • Weltbild mit 64 Feldern. Das Spiel der Könige, der Künstler und Maschinen, in: Ästhetik und Kommunikation 28 (1997), H. 99, S. 6-8.
    • "Herr von Ribbeck auf Ribbeck" – im Havelland und in anderen Kontexten, in: Siegener Periodicum zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft (SPIEL) 17 (1998), S. 111-133.
    • Apokalyptiker und Angepaßte. Kinohelden ist ihr Verhältnis zur Technik auf den Leib geschneidert, in: Juni 12 (1998), H. 28, S. 99-104 (mit Michael Kohler).
    • "...leuchtet's wieder weit und breit". Zur Popularität der Ribbeck-Ballade, in: Fontane Blätter 67 (1999), S. 106-121.
    • Schaufenster. Zur Glasarchitektur der Werbung, in: Ästhetik und Kommunikation 31 (2000), H. 111, S. 91-96.
    • Der beobachtete Körper. Systemtheorie und Gender Studies, in: Alexandra Karentzos, Birgit Käufer, Katharina Sykora (Hg.): Körperproduktionen. Zur Artifizialität der Geschlechter. Marburg: Jonas 2002, S. 34-41.
    • Nebengeräusche. Die Aura der digitalen Klassik, in: Musik und Ästhetik 6 (2002), H. 24, S. 68-74.
    • The Muse Learns to Print. Inspiration und Oralität in Bettina von Arnims "Die Günderode", in: Harald Hillgärtner, Thomas Küpper (Hg.): Medien und Ästhetik. Festschrift für Burkhardt Lindner. Bielefeld: transcript 2003, S. 186-196.
    • "Ist es wahre Liebe...?" Kitsch und Camp aus evolutionstheoretischer Sicht, in: Sabine Kampmann, Alexandra Karentzos, Thomas Küpper (Hg.): Gender Studies und Systemtheorie. Studien zu einem Theorietransfer. Bielefeld: transcript 2004, S. 141-158.
    • Noch einmal Liebe. Kitsch als Wiederholungslektüre, in: Ute Dettmar, Stefanie Lotz, Bettina Migge, Irene Pieper (Hg.): Grenzbereiche des Lesens. Frankfurt a.M. 2005.
    • In den Rahmen gestürmt. Notizen zum anderen Rhythmus in Kleists "Die heilige Cäcilie", in: Patrick Primavesi, Simone Mahrenholz (Hg.): Geteilte Zeit. Zur Kritik des Rhythmus in den Künsten. Schliengen: edition argus 2005, S. 221-225.
    • Der Rest ist Kitsch. Geza von Bolvarys "Abschiedswalzer", in: Andreas Becker, Saskia Reither, Christian Spies (Hg.): Reste. Umgang mit einem Randphänomen. Bielefeld: transcript 2005, S. 221-232.
    • Die Erzählerin. Alterskonzeptionen in Theodor Storms ersten Novellen, in: Heike Hartung (Hg.): Alter und Geschlecht. Bielefeld: transcript 2005, S. 179-190.
    • Der gute Ton im Mozart-Jahr, in: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik (LiLi) 36 (2006) 143, S. 165-171 (mit Ute Dettmar).
    • Kitsch as a Showpiece / Kitsch als Kabinettstück, in: Be Magazin 13 (2006), S. 46-56 (mit Ute Dettmar).
    • Leben neben der Überholspur? Alte Erwartungen an die Neuen Alten, in: Kirsten Aner, Fred Karl, Leopold Rosenmayr (Hg.): Die neuen Alten – Retter des Sozialen? Wiesbaden: VS Verlag 2007, S. 55-65.
    • Altern als Zukunftsabenteuer. Zu "Star Trek 2 – Der Zorn des Khan", in: InitiativForum Generationenvertrag (Hg.): Altern ist anders: Gelebte Träume – Facetten einer neuen Alter(n)skultur (Schriftenreihe des InitiativForums Generationenvertrag an der Universität zu Köln. Bd. 2). Hamburg: LIT Verlag 2007, S. 185-197.
    • Medien des Ruhms, in: Margrit Frölich, Klaus Gronenborn, Karsten Visarius (Hg.): A Star Is Born. Ruhm im Kino (Arnoldshainer Filmgespräche Bd. 24). Marburg: Schüren 2007, S. 29-46.

    Lexikon- und Handbuchartikel

    • 'Überwindung', in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, hg. von Joachim Ritter, Karlfried Gründer, Gottfried Gabriel. Bd. 11, Basel: Schwabe 2001, Sp. 69-71.
    • Rezeptionsgeschichte, in: Burkhardt Lindner unter Mitarbeit von Thomas Küpper und Timo Skrandies (Hg.): Benjamin-Handbuch, Stuttgart, Weimar: J.B. Metzler 2006, S. 17-56 (mit Timo Skrandies).

    Zum Vortrag

    Zu schön, um wahr zu sein? Vom Reiz des „Kitsches“

    von Prof. Dr. Thomas Küpper

    Ein Himmel voller Geigen, eine rosa Wolke, eine heile Welt: Der so genannte „Kitsch“ verspricht unübertreffliche Schönheit und vollendetes Glück. Diese Verheißungen aber sind aus der Sicht vieler ästhetischer Positionen unglaubwürdig, lügenhaft oder verlogen – der „Kitsch“ gilt buchstäblich als zu schön, um wahr zu sein. Auf diese Weise trägt man von außen Wertmaßstäbe an den „Kitsch“ heran, nach denen er scheitert und als misslungene Kunst abgetan werden kann. Wenn jedoch diese Kriterien dem „Kitsch“ fremd sind, wäre zu fragen, ob mit ihnen die Faszination angemessen beschrieben wird, die seine Schönheit für das Publikum hat. Unterliegt das Publikum etwa bloß einer Täuschung, wenn es „Kitsch“ als schön empfindet? Um die eigenen Schönheitsansprüche des „Kitsches“ erfassen zu können, muss die philosophische Kritik sich auf dessen Selbstbeschreibungen einlassen. Die Philosophie und die Kulturwissenschaften stehen vor der Aufgabe, Kategorien zu finden, die sich für die Betrachtung der „Schönheiten des Populären“ (Kaspar Maase) eignen. Im Vortrag werden solche Schönheitskategorien diskutiert und exemplarisch erprobt.


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    http://www.hbk-bs.de/hochschule/personen/thomas-kuepper/