Univ. Prof. Dr. phil. Winfried Menninghaus




Zur Person

Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Peter Szondi-Institut an der Freien Universität Berlin.

Geboren 1952, studierte von 1971 bis 1979 an den Universitäten Marburg, Heidelberg, Frankfurt am Main und Berlin. Promotion 1979, Habilitation 1986. Rufe an die Freie Universität Berlin (1989), die Universität Bonn (1992), die Yale University (1995) und die Princeton University (2004). Lektor des Suhrkamp Verlags 1979 bis 1980. Freier Autor, Herausgeber, Verlagsberater von 1980 bis 1985, Hochschulassistent am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft von 1985 bis 1989, seit 1989 Professor. Im Wintersemester 1987/88: Gastprofessur an der Hebrew University of Jerusalem; im Frühjahr 1992 Gastprofessur an der University of California, Berkeley (USA). Regelmäßige Gastprofessuren an der Yale University (USA) von 1994/95 bis 2004, Gastprofessur an der Princeton University im Herbst 2004 und Gastprofessor am Rice Humanities Center (Houston) im Herbst 2007. Seit 2002 ist er ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und seit 2007 ist er Sprecher des Exzellenzclusters „Languages of Emotion“ an der Freien Universität Berlin.

Arbeitsschwerpunkte

Antike Rhetorik und Poetik; philosophische, psychologische und evolutionäre Ästhetik; Literatur und Poetik seit 1750 (mit besonderen Schwerpunkten auf der deutschen Romantik und der Literatur des 20. Jahrhunderts); Leitbilder, Grenzphänomene und Funktionen des Ästhetischen in Mythologie und Lebenswelten.


Wichtige Publikationen (Auswahl):
  • Walter Benjamins Theorie der Sprachmagie. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1980.
  • Paul Celan – Magie der Form. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1980.
  • Artistische Schrift. Studien zur Kompositionskunst Gottfried Kellers. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1982.
  • Schwellenkunde. Walter Benjamins Passage des Mythos. Frankfurt am Main: 1986.
  • Unendliche Verdopplung. Die frühromantische Grundlegung der Kunsttheorie im Begriff absoluter Selbstreflexion. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1987.
  • Mugen no nijuka (= japanische Übersetzung der Habilitationsschrift Unendliche Verdopplung). Tokyo: Hosei University Press, 1992.
  • Lob des Unsinns. Über Kant, Tieck und Blaubart. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1995.
  • In Praise of Nonsense. Kant and Bluebeard. Stanford: Stanford University Press, 1999.
  • Ekel. Theorie und Geschichte einer starken Empfindung. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1999.
  • Shikiigaku (= japanische Übersetzung des Buches Schwellenkunde). Tokyo: Gendai Shichosha, 2000, 196 S.
  • Das Versprechen der Schönheit. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2003, 386 S.
  • Disgust. Theory and History of a Strong Sensation. Albany, N.Y.: SUNY Press, 2003.
  • Hälfte des Lebens. Versuch über Hölderlins Poetik. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005.

winfried.menninghaus@fu-berlin.de