Das Philosophicum Lech

Das Philosophicum Lech ist dem Bemühen entsprungen, die einzigartigen Bedingungen von Lech als Ort der Begegnung zu nutzen. Erfolgreiche Projekte entstehen aber fast nie aus abstrakten Überlegungen, sondern durch die Initiative von Menschen. Die Idee zu einem philosophischen Austausch in Lech entstand im Gespräch zwischen Bürgermeister Ludwig Muxel und dem Vorarlberger Schriftsteller Michael Köhlmeier. Zu ihnen stießen Guntram Lins, ehemaliger Vorarlberger Landesrat für Kultur, und Wolfgang Häusler, Kulturmanager in München. Als wissenschaftlichen Leiter luden sie Prof. Konrad Paul Liessmann ein – das Philosophicum Lech war geboren.

Das Symposion steht einem interessierten Publikum offen, das dieses Angebot in einem überraschenden Ausmaß angenommen hat. Kamen zum ersten Philosophicum Lech im Jahr 1997 ca. 100 Philosophiebegeisterte, werden ab dem Jahr 2007 mehr als 500 Teilnehmende gezählt, die sich vier Tage lang einer konzentrierten intellektuellen Auseinandersetzung und Begegnung widmeten – umgeben von der Bergwelt des Lecher Hochtales und in der gastlichen Kultur eines der renommiertesten Fremdenverkehrsorte der Alpen.

Das Philosophicum Lech hat sich als ein internationales Zentrum für philosophische, kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexion, Diskussion und Begegnung etabliert und stellt auch einen wesentlichen kulturellen Impuls für das Dreiländereck Deutschland/Österreich/Schweiz dar. Seine Themen bisher:

  • Faszination des Bösen. Über die Abgründe des Menschlichen (1997)
  • Im Rausch der Sinne. Kunst zwischen Animation und Askese (1998)
  • Die Furie des Verschwindens. Über das Schicksal des Alten im Zeitalter des Neuen (1999)
  • Der Vater aller Dinge. Nachdenken über den Krieg (2000)
  • Der listige Gott. Über die Zukunft des Eros (2001)
  • Die Kanäle der Macht. Herrschaft und Freiheit im Medienzeitalter (2002)
  • Ruhm, Tod und Unsterblichkeit. Über den Umgang mit der Endlichkeit (2003)
  • Der Wille zum Schein. Über Wahrheit und Lüge (2004)
  • Der Wert des Menschen. An den Grenzen des Humanen (2005)
  • Die Freiheit des Denkens (2006)
  • Die Gretchenfrage. "Nun sag', wie hast du's mit der Religion?" (2007)
  • Geld. Was die Welt im Innersten zusammenhält? (2008)
  • „Vom Zauber des Schönen. Reiz, Begehren und Zerstörung“ (2009)
  • Der Staat. Wie viel Herrschaft braucht der Mensch? (2010)
  • Die Jagd nach dem Glück. Perspektiven und Grenzen guten Lebens. (2011)

Die großen Erfolge dieser Tagungen der vergangenen Jahre ermutigen die Veranstalter, diesem Konzept auch weiterhin zu vertrauen.

Die Vorträge des Philosophicum Lech werden aufgenommen und sind beim Verein Philosophicum Lech zu bestellen. Ebenso werden alle Vorträge im Zsolnay Verlag publiziert. Mit dieser Buchreihe hat sich das Philosophicum Lech im akademischen und öffentlichen Diskurs prominent positioniert. Das Philosophicum Lech, eine der wenigen wirklich transdisziplinär organisierten Tagungen im deutschen Sprachraum, erfreut sich nicht nur eines großen Publikumsinteresses, sondern auch eines für Veranstaltungen dieser Art außerordentlichen medialen Echos. Ausführliche Berichte von den Tagungen erscheinen sowohl in österreichischen als auch in internationalen Zeitungen (Der Standard, Die Presse, Kurier, Die Furche, Vorarlberger Nachrichten, Neue Züricher Zeitung, Frankfurter Allgemeine, Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit etc.), sowie in den Hörfunk und Fernsehprogrammen des ORF und verschiedener deutscher Radio- und Fernsehanstalten. Über die aktuellen, aber nicht modischen Themenstellungen und die besondere Atmosphäre dieser Tagung hinaus, macht so vor allem die große öffentliche Aufmerksamkeit, die das Philosophicum Lech genießt, dieses zu einem interessanten Partner von Unternehmen, die an Auseinandersetzungen mit den brennenden Fragen unserer Zeit interessiert sind.

Philosophicum Lech 2007: Bundespräsident Fischer, Landeshauptmann Burtscher
Philosophicum Lech Team 2007
Philosophicum Lech
Gemeinde Lech am Arlberg Logo
Philosophicum Thema 2012
Magna-Logo