Anne Siegetsleitner (Credit: Foto August Salzburg)

Prof. Dr. Anne Siegetsleitner

geb. 1968. Studium der Philosophie, Psychologie, Pädagogik sowie Deutsche Philologie in Salzburg. Auslandsstudien in Fribourg und Zürich. 1998 Lehraufenthalt an der University of Irvine/Kalifornien. 1999 Promotion in Salzburg mit einer Arbeit über den Schutz von Privatheit bei E-Mail. 1999–2002 FWF-Projekt über Internet und Privatsphäre. 2002–2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ethikzentrum der Universität Jena (u. a. Leiterin einer BMBF-Nachwuchsgruppe zur Würde in der Gentechnologie). 2007–2011 FWF-Elise-Richter-Stelle in Salzburg. 2011 Gastprofessur in Wien. 2012 Habilitation in Philosophie. Seit 2013 Professorin für Praktische Philosophie an der Universität Innsbruck. Präsidiumsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Philosophie und Mitherausgeberin der Reihe Angewandte Ethik des Karl Alber-Verlags.

Die Forschungsschwerpunkte von Anne Siegetsleitner liegen auf mehreren Gebieten der Allgemeinen und der Angewandten Ethik, insbesondere in der Informations- und Medienethik (v. a. Schutz der Privatsphäre) sowie der Bioethik (u. a. Gen- und Reproduktionstechnologie, Schwanger­schaftsabbruch). Aktuelle Fragestellungen mit historischen Entwicklungen des eigenen Faches zu verbinden, um deren kulturelle und gesellschaftspolitische Einbettung zu verdeutlichen, ist Siegetsleitner ein besonderes Anliegen. Im Rahmen ihrer philosophiegeschichtlichen Forschung beschäftigte sie sich mit Ethik und Moral im Wiener Kreis, der bedeutendsten philosophischen Gruppe im Österreich der Zwischenkriegszeit. Eine Monographie zu diesem Thema ist 2014 bei Böhlau erschienen.

Publikationen (Auswahl)

  • Ethik und Moral im Wiener Kreis. Zur Geschichte eines engagierten Humanismus. Wien, Köln, Weimar: Böhlau 2014. (open access unter: http://www.boehlau-verlag.com/978-3-205-79533-9.html)
  • „On Friedrich Jodl’s ‚Morals in History‘“. In: Ethics 125 (1), 2014, 211–213.
  • „Schwangerschaftsabbruch/Abtreibung“. In: Gröschner, Rolf/Kapust, Antje und Lembcke, Oliver W. (Hg.): Wörterbuch der Würde. Stuttgart: UTB Fink, 2013, 267–268.
  • „Über Gleichheit im Alter(n). Philosophische Perspektiven“. In: Sedmak, Clemens (Hg.): Gleichheit. Bd. 3 der Reihe Grundwerte Europas. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2013, 95–109.
  • „Wenn der Körper nicht zählt: Schwangerschaft als leiblicher Prozess und die Abtreibungsdebatte“. In: Delholm, Pascal/Reichold, Anne (Hg.): Normativität des Körpers. Feiburg, München: Verlag Alber 2011, 199–235.
  • Logischer Empirismus, Werte und Moral. Eine Neubewertung (Hg.). Wien: SpringerWienNewYork, 2010.
  • „Zur Würde nichtmenschlicher Lebewesen“. In: Odparlik, Sabine/Kunzmann, Peter (Hg.): Eine Würde für alle Lebewesen? München: Herbert Utz Verlag, 2007, 103–118.
  • Einführung in die Angewandte Ethik (Hg. mit Knoepffler, Nikolaus/Kunzmann, Peter/Pies, Ingo). Reihe Angewandte Ethik, Bd. 1, Freiburg, München: Verlag Karl Alber, 2006.
  • „Genetic Engineering“. In: Birx, James (Hg.): Encyclopedia of Anthropology. Vol. 3, Thousand Oakes: Sage Publications, 2006, 1036–1040.
  • „Fehlbarkeit und gesellschaftliche Praxis“. In: Morscher, Edgar (Hg.): Was wir Karl R. Popper und seiner Philosophie verdanken. Zu seinem 100. Geburtstag. ProPhil – Projekte zur Phi¬losophie. Bd. 4, Sankt Augustin: Academia Verlag, 2002, 381–413.
  • „Revenge in Cyberspace: Nude Pictures of the Ex in Newsgroups as an Example of Violated Women’s Privacy Rights“. In: Christensen, Birgit et al. (Hg.): wissen macht geschlecht. Philosophie und die Zukunft der „condition féminine“. Zürich: Chronos Verlag, 2002, 517–523.
  • E-Mail im Internet und Privatheitsrechte. Freiburg, München: Verlag Karl Alber, 2001. (Alber-Reihe Thesen; Bd. 16)

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