Prof. Dr. Sophie Loidolt

Prof. Dr. Sophie Loidolt

Zur Person

geb. 1980. Sophie Loidolt ist gegenwärtig Gastprofessorin am Philosophieinstitut Kassel (2016-2018) und Mitglied der „Jungen Akademie“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Phänomenologie, der politischen Philosophie, der Rechtsphilosophie und Ethik sowie der Transzendentalphilosophie und der Philosophie des Geistes.
Ihr Magister- und Doktoratsstudium der Philosophie absolvierte sie an der Universität Wien mit Auslandsaufenthalten in Leuven (2002), Paris (2002/03) und New York (2004). Der Abschluss erfolgte 2007 mit einer promotio sub auspiciis praesidentis und einer Arbeit über Husserls Rechtfertigungsbegriff. Danach war sie Lehrbeauftragte an den Universitäten Wien, Klagenfurt und der Kunstuniversität Linz, sowie "Junior Fellow" am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) (2005/06) und Post-Doc Universitätsassistentin am Philosophieinstitut in Wien (2011-2016). 2004 erhielt sie ein DOC-Stipendium der ÖAW, 2010-2011 war sie APART-Stipendiatin der ÖAW, WS 2010 Visiting Scholar an der New School for Social Research, New York. Weitere Forschungsaufenthalte fanden am Center for Subjectivity Research in Kopenhagen und im Husserl-Archiv der Universität Leuven statt.  Die Habilitation an der Universität Wien erfolgte 2016 mit einer Arbeit über Hannah Arendts Phänomenlogie der Pluralität.

Publikationen

Monographien

  • Phenomenology of Plurality. Hannah Arendt on Political Intersubjectivity. Habilitationsschrift, Universität Wien 2016, Buchmanuskript unter Vertrag bei Routledge, erscheint 2017.
  • Einführung in die Rechtsphänomenologie. Eine historisch-systematische Darstellung. Tübingen: Mohr Siebeck 2010.
  • Anspruch und Rechtfertigung. Eine Theorie des rechtlichen Denkens im Anschluss an die Phänomenologie Edmund Husserls. Phaenomenologica 191. Berlin, New York et. al.: Springer 2009.

Herausgeberschaften

  • Urteil und Fehlurteil. Mitherausgeberin: Sandra Lehmann. Wien: Turia+Kant 2011.
  • Das Fremde im Selbst. Transformationen der Phänomenologie: Intersubjektivität, Alterität, Politik. Mitherausgeber: Matthias Flatscher. Würzburg: Königshausen & Neumann 2010.

Aufsätze (Auswahl)

  • Value, Freedom, Responsibility: Central Themes in Phenomenological Ethics. In: Zahavi, Dan (ed.): The Oxford Handbook for The History of Phenomenology. Oxford: Oxford University Press (erscheint 2017).
  • Hannah Arendt’s Conception of Actualized Plurality. In: Szanto, Thomas & Moran, Dermot (eds.): Phenomenology of Sociality: Discovering the ‘We.’    London/New York: Routledge, 2016, 42–55.
  • Transzendentalphilosophie und Idealismus in der Phänomenologie. Überlegungen zur phänomenologischen “Gretchenfrage”.  Metodo. Special Issue: The Problem of Transcendentality. www.metodo-rivista.eu, 2015.
  • Der Philosoph im Licht der Öffentlichkeit. Eine Standortbestimmung mit Hannah Arendt. In: Lacina, Katharina & Gaitsch, Peter (Hg.): Intellektuelle Interventionen. Gesellschaft, Bildung, Kitsch. Für Konrad Paul Liessmann, Wien: Löcker 2013, 45-56.
  • Hannah Arendt und die conditio humana der Pluralität. In: Esterbauer, Reinhold & Ross, Martin (Hg.): Den Menschen im Blick. Phänomenologische Zugänge. Würzburg: Königshausen & Neumann 2012, 375-398.
  • Indifferenz. Räume des entmachteten Erscheinens. In: Liebsch, Burkhard, Hetzel, Andreas & Sepp, Hans Rainer (Hg.): Profile negativistischer Sozialphilosophie. Deutsche Zeitschrift für Philosophie. Sonderband 32. Berlin: Akademie Verlag 2011, 125-144. 
  • Empathie und Emanzipation. ‚Verstehendes Herz’, prekäre Zeit, erweitertes Urteilen – eine Annährung mit Hannah Arendt. In: Pakesch, Peter & Budak, Adam (Hg.): Human Condition. Mitgefühl und Selbstbestimmung in prekären Zeiten. Empathy and Emancipation in Precarious Times. [Katalog zur Ausstellung Human Condition im Kunsthaus Graz.] Köln: Walther König, 2010, 94-103.
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