Tractatus-Preisträger 2012 - Herbert Schnädelbach

"Es gehört einiger Mut und Entschlossenheit dazu, nach Jahrzenten der Lehrtätigkeit in der Philosophie sich von der Frage herausfordern zu lassen, welches denn die fundamentalen Einsichen der Philosophie sind, hinter die man nicht zurückgehen sollte. Eine solche Bilanz legt Schnädelbach vor, klar und angenehm lesbar geschrieben. Das Buch ist weit mehr als eine Einführung. Es sichert den Grundbestand philosophischen Wissens", wie Rüdiger Safranski betont.

Schnädelbachs souveränes und lehrreiches Panorama, das in vierzehn Kapiteln exemplarisch den Erkenntnisstand zu den "großen Fragen" philosophischer Reflexion - wie jene zu Wissen und Urteil, Denken und Sprechen, des Selbstbewusstseins oder der Vernunft  - festhält, taugt als ein brillianter Grundkurs zur Philosophie und geht dennoch darüber hinaus. Selten gelang es, die historisch und sachlich weit verzweigte Thematisierung diser Grundprobleme in der Philosophie als Wissenschaft derart bündig und schlüssig, analytisch exzellent und sprachlich überzeugend auf den Punkt zu bringen. Damit erweist sich der ehemalige Schüler Adornos, orientiert an der Analytischen Philosophie, der Fachdisziplin wie auch allen Philosophie-Interessierten einen nachhaltigen Dienst.

 

Biografie von Herbert Schnädelbach

Prof. em. Dr. Herbert Schnädelbach

1936 in Altenburg/Thüringen geboren, studiert Herbert Schnädelbach ab 1955 Germanistik, Geschichte, Musikwisschaft, Philosophie und Soziologie an der J.W.Goethe-Universität in Frankfurt a. Main. 1965 promoviert er bei Theodor W. Adorno über "Hegels Theorie der subjektiven Freiheit" und ist bis 1969 Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 1970 habilitiert sich Schnädelbach mit der Schrift "Erfahrung, Begründung und Reflexion. Versuch über den Positivismus" und wird schon im Folgejahr zum Professor und ersten Dekan des neugegründeten fachbereichs Philosophie ernannt. 1978 wechselt er an die Universität Hamburg und übernimmt eine Professur mit Schwerpunkt Sozialphilosophie. Von 1988 bis 1990 ist der renommierte Wissenschaftler Präsident der "Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland". 1993 wird Schnädelbach an die Humboldt-Universität zu Berlin berufen, wo er maßgeblich am Neuaufbau des Instituts für Philosophie beteiligt ist und bis zu seiner Ermeritierung 2002 einen Lehrstuhl für Theoretische Philosophie innehat.
Zu den Forschungsinteressen Herbert Schnädelbachs zählt insbesondere die Theorie der Rationalität, die Theoretische Philosophie des 20. Jahrhunderts sowie die Kritische Theorie. Seine breite, auch darüber hinausgehende Beschäftigung mit dem Fach bezeugen nicht zuletzt zahrlreiche Publikationen, wie ein mehrbändiger Kommentar zu Hegels Gesamtwerk (Hrsg.) sowie zuletzt die Monographien "Kant. Grundwissen Philosophie" (2005) und "Vernunft. Grundwissen Philosophie" (2007) oder auch Sammlungen wie "Philosophie in der moderenen Kultur. Vorträge und Abhandlungen" (2000), "Analytische und postanalytische Philosophie. Vorträge und Abhandlungen 4" (2004) sowie "Religion in der modernen Welt. Vorträge, Abhandlungen, Streitschriften" (2009).
Neben den hochgeschätzten Fachpublikationen ist Herbert Schnädelbach auch durch die Teilnahme an gesellschaftlichen Debatten durch Zeitungsartikel und Interviews über die Fachwelt hinaus einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen und was man von ihnen noch lernen kann

C.H. Beck Verlag, München 2012
ISBN- 978-3-406-63360-7
2. Aufl., gebunden, 237 Seiten, 19,95 EUR
(auch als E-Book lieferbar)

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