Bekanntgabe der Shortlist für den Tractatus – hochdotierter Essaypreis des Philosophicum Lech

Der Verein Philosophicum Lech gibt heute die Shortlist für den Tractatus – Preis für philosophische Essayistik bekannt. Der Preisträger wird Anfang September verkündet, während die Preisverleihung am 23.09.2011 im Rahmen des 15. Philosophicum Lech stattfinden wird.

Die Nominierung der preiswürdigen Publikationen erfolgte durch die hochkarätige Jury, der die Philosophin Ursula Pia Jauch (CH), der Philosoph und Sachbuchautor Rüdiger Safranski (D) und der Journalist und Autor Helmut A. Gansterer (A) angehören.

Folgende 6 Werke sind für die Shortlist zum Tractatus nominiert:

 

  • Norbert Bolz. Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht.
    Wilhelm Fink Verlag, München 2010
  • Byung-Chul Han Müdigkeitsgesellschaft.
    Matthes&Seitz Verlag, Berlin 2010
  • Marie Luise Knott: Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt.
    Mathes&Seitz Verlag, Berlin 2011
  • Robert Pfaller. Wofür es sich zu leben lohnt. Elemente materialistischer Philosophie.
    S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011
  • Peter Strasser: Was ist Glück.
    Wilhelm Fink Verlag, München 2011
  • Joseph Vogl. Das Gespenst des Kapitals.
    Diaphanes Verlag, Berlin 2010

Der auf Anregung von Schriftsteller Michael Köhlmeier vom Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird 2011 bereits zum dritten Mal vergeben und gehört dank großzügiger Unterstützung eines privaten Sponsors mit 25.000€ Preisgeld zu den höchstdotierten im deutschsprachigen Raum. Erster Preisträger des Tractatus war im Jahre 2009 der österreichische Kulturpublizist, Essayist und Philosoph Franz Schuh exemplarisch für sein Werk "Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst.", erschienen im Wiener Zsolnay Verlag. Im Vorjahr wurde der unkonventionelle Philosophiehistoriker Kurt Flasch exemplarisch für sein Werk „Kampfplätze der Philosophie“, erschienen im Vittorio Klostermann Verlag, mit dem Tractatus ausgezeichnet.

„Prämiert werden herausragende deutschsprachige kulturwissenschaftliche Publikationen, die philosophische Fragen in erweitertem Sinne ambitioniert und einer breiten Öffentlichkeit verständlich auf dem immer wichtiger werdenden Feld geistiger Auseinandersetzungen und Standortbestimmungen diskutieren. Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas sollen dabei besonders berücksichtigt werden“, erläutert Konrad Paul Liessmann, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, die Intention des Preises.

Die Verleihung des Tractatus erfolgt am 23. September 2011, um 21:00 Uhr im Rahmen des  Philosophicum Lech (21. - 25.9. in Lech am Arlberg), das heuer unter dem Motto „Die Jagd nach dem Glück. Perspektiven und Grenzen guten Lebens“ steht. Für eine facettenreiche, höchst aktuelle Thematisierung in Vorträgen und öffentlicher Diskussion werden wieder renommierte Philosophen, Kultur-, Sozial- und Naturwissenschaftler garantieren. Als ambitionierte Initiative zur Standortbestimmung in philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen entspricht der Tractatus ganz dem Selbstverständnis des Philosophicum Lech, das sich als ein herausragender Ort intellektueller Auseinandersetzung etabliert hat.

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Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel, Preisträger 2009 Dr. Franz Schuh und Jurorin Univ.-Prof. Dr. Ursula Pia Jauch bei der Verleihung im September 2009 (v.l.n.r.)/ credit Friedle
Jurymitglied Helmut A. Gansterer, wiss. Leiter Philosophicum Lech Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann und Autor und Initiator des Philosophicum Lech Michael Köhlmeier bei der erstmaligen Präsentation des Preises im Mai 2009/ credit Herzog
Prof. Liessmann, Michael Köhlmeier und Ludwig Muxel / credit Herzog
Obmann des Vereins Philosophicum Lech Dr. Guntram Lins, Preisträger Prof. Kurt Flasch, Laudatorin Prof. Ursula Pia Jauch und Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel bei der Verleihung 2010 in Lech (v.l.n.r.)/ credit prospera
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