Bekanntgabe der Shortlist für den Tractatus – hochdotierter Essaypreis des Philosophicum Lech

Der Verein Philosophicum Lech gibt die Shortlist für den mit 25.000 Euro dotierten Essay-Preis "Tractatus" bekannt.

Unter den sechs möglichen Preisträgern befindet sich auch die Linzer Schriftstellerin Anna Migutsch für "Die Grenzen der Sprache. Unruhe bewahren".

Wer den Preis letztendlich erhält, wird Anfang September bekannt gegeben. Die Verleihung findet am 27. September im Rahmen des 17. Philosophicum Lech (25. bis 29. September) statt.

Die dreiköpfige Jury - bestehend aus Ursula Pia Jauch, Rüdiger Safranski und Franz Schuh nominierte

Folgende 6 Werke sind für die Shortlist zum Tractatus nominiert:

  • Kurt Bayertz "Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens"
  • Anna Migutsch "Die Grenzen der Sprache. Unruhe bewahren"
  • Vittorio Hösle "Eine kurze Geschichte der deutschen Philosophie"
  • Odo Marquards "Endlichkeitsphilosophisches. Über das Altern".
  • Henning Ritter (†) "Die Schreie der Verwundeten. Versuch über die Grausamkeit"
  • Peter Sloterdijk "Zeilen und Tage"

Bisherige Preisträger sind Juror Franz Schuh (2009), Kurt Flasch (2010), Norbert Bolz (2011) und Herbert Schnädelbach (2012)

Der von einem privaten Sponsor finanzierte Preis - er gehört zu den höchstdotierten im deutschsprachigen Raum - wurde auf Anregung des Vorarlberger Schriftstellers Michael Köhlmeier ins Leben gerufen. "Prämiert werden herausragende deutschsprachige kulturwissenschaftliche Publikationen, die philosophische Fragen in einer breiten Öffentlichkeit verständlich auf dem immer wichtiger werdenden Feld geistiger Auseinandersetzung und Standortbestimmung diskutieren", so der wissenschaftliche Philosophicum-Leiter Konrad Paul Liessman. Berücksichtigt würden dabei besonders die Relevanz des Themas, die sprachliche Gestaltung sowie die Orginalität des Denkansatzes.

Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel, Preisträger 2009 Dr. Franz Schuh und Jurorin Univ.-Prof. Dr. Ursula Pia Jauch bei der Verleihung im September 2009 (v.l.n.r.)/ credit Friedle
Jurymitglied Helmut A. Gansterer, wiss. Leiter Philosophicum Lech Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann und Autor und Initiator des Philosophicum Lech Michael Köhlmeier bei der erstmaligen Präsentation des Preises im Mai 2009/ credit Herzog
Prof. Liessmann, Michael Köhlmeier und Ludwig Muxel / credit Herzog
Obmann des Vereins Philosophicum Lech Dr. Guntram Lins, Preisträger Prof. Kurt Flasch, Laudatorin Prof. Ursula Pia Jauch und Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel bei der Verleihung 2010 in Lech (v.l.n.r.)/ credit prospera
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