Prof. Dr. Thomas Bauer

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Zur Person

Thomas Bauer, geboren 1961 in Nürnberg, studierte in Erlangen Semitistik, Islamwissenschaft und Germanistik und habilitierte sich dort 1997. Seit 2000 ist er Professor für Islamwissenschaft und Arabistik an der Universität Münster. Seine Forschungen umfassen Themen der Kulturgeschichte und der Historischen Anthropologie wie Liebe und Sexualität, Religiosität, Tod, Fremdheit und Ambiguitätstoleranz sowie die Geschichte der Klassisch-Arabischen Literatur und Rhetorik. Bauer war 2006-7 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin, ist Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste und wurde 2013 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Liebe und Liebesdichtung in der arabischen Welt des 9. und 10. Jahrhunderts. Wiesbaden: Harrassowitz 1998
  • Todesdiskurse im Islam. In: Asiatische Studien 53 (1999), S. 5-16
  • Vom Sinn der Zeit. Aus der Geschichte des arabischen Chronogramms. In: Arabica 50 (2003), S. 501-531
  • Rhetorik: Arabische Kultur. In: Rhetorik. Begriff – Geschichte – Internationalität. Hrsg. von Gert Ueding. Tübingen: Niemeyer 2005, S. 283-300
  • Die Kultur der Ambiguität. Eine andere Geschichte des Islams. Berlin: Verlag der Weltreligionen 2011
  • Musterschüler und Zauberlehrling: Wieviel Westen steckt im modernen Islam? In: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 31 (2012), S. 73-83
  • Islam und „Homosexualität“. In: Thomas Bauer, Bertold Höcker, Walter Homolka, Klaus Mertes: Religion und Homosexualität. Göttingen: Wallstein 2013, S. 71-89
  • Male-Male Love in Classical Arabic Poetry. In: The Cambridge History of Gay and Lesbian Literature. Hrsg. von E. L. McCallum und Mikko Tuhkanen. Cambridge: Cambridge University Press 2014, S. 107-124
  • “Ayna hādhā min al-Mutanabbī!“ Toward an Aesthetics of Mamluk Literature. In: Mamlūk Studies Review 17 (2013), S. 5-22
  • Ambiguität in der klassischen arabischen Rhetoriktheorie. In: Ambiguität im Mittelalter. Hrsg. von Oliver Auge und Christiane Witthöft. Berlin, Boston: De Gruyter 2016, S. 21-47
  • Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt. Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart 2018.
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