Univ. Prof. Dr. Christian Neuhäuser

Credit Roland Baege
Univ. Prof. Dr. Christian Neuhäuser

Statement zum Vortrag

"Reichtum ist in den Augen der meisten Menschen eine gute Sache. Viele wollen reich werden und wer ist schon ist, leidet zumeist kaum darunter. Aber man kann auch zu reich sein und das ist durchaus ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem. Denn schädlicher Reichtum verhindert letztlich ein Zusammenleben in Würde."

Zur Person

Christian Neuhäuser, Jahrgang 1977, hat Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft und Sinologie in Göttingen, Berlin und Hongkong studiert. Er hat 2010 in Potsdam mit einer Arbeit über den moralischen Status von Unternehmen promoviert. Die Promotion wurde durch ein Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung finanziert und er war Sprecher der Stipendiat/innen im Studienwerk. Zwischendurch hat er als Texter und Projektmanager für ein großes amerikanisches Internetunternehmen gearbeitet.
Von 2010 bis 2012 war er Akademischer Rat am Institut für Philosophie in Bochum. Von 2012 bis 2014 war er Studienleiter für zwei Weiterbildungskurse an der Universität Luzern. Der eine Weiterbildungskurs mit dem Titel „Philosophie und Medizin“ richtete sich an Mediziner/innen und inbesondere Ärzt/innen. Der zweite Weiterbildungskurs „Philosophie und Management“ richtete sich an Unternehmer/innen und Manager/innen mit Führungsaufgaben. Beide Weiterbildungskurse fanden auf Masterniveau statt, einem MBA nicht unähnlich, aber mit ganz anderen Inhalten.
Seit 2014 ist Christian Neuhäuser Professor für Philosophie und Geschäftsführender Direktor am Institut für Philosophie und Politikwissenschaft an der TU Dortmund. Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorien der Würde, der Verantwortung und des Eigentums. Er arbeitet insbesondere zu Fragen der Wirtschaftsethik und der Philosophie der Internationalen Politik, hier vor allem zu Fragen der Migration und der globalen Wirtschaftsordnung.

Publikationen (Auswahl):

Bücher:
•    2018: Reichtum als moralisches Problem, Suhrkamp (in Veröffentlichung)
•    2016 (Herausgabe): Handbuch Gerechtigkeit. Metzler (mit A. Goppel, C. Mieth).
•    2013: Amartya Sen zur Einführung. Junius.
•    2011: Unternehmen als moralische Akteure. Suhrkamp stw.

Artikel:
•    2018: „Workplace Democracy, Market Competition and Republican Self-Respect” (mit D. Jacob), in Ethical Theory and Moral Practice 21/4: 927-944.
•    2018: „John Stuart Mills liberaler Marktsozialismus: bisheriges Scheitern und bleibende Relevanz“, in Deutsche Zeitschrift für Philosophie 66/3: 295-320.
•    2017: „Kollektive Verantwortung als politischer Begriff in der Debatte über historisches Unrecht“, in Politische Vierteljahresschrift Sonderheft 52: 82-106.
•    2017: „Personen, Persönlichkeiten und ihre Würde“, in M. Brandhorst/E. Weber-Guskar (Hg.): Menschenwürde. Eine philosophische Debatte über Dimensionen ihrer Kontingenz, Suhrkamp 2017: 315-337.
•    2015: „Würde, Selbstachtung und persönliche Identität“, in Deutsche Zeitschrift für Philosophie 63/3: 448-471.
•    2014: „Forward-looking Collective Responsibility“, in Midwest Studies in Philosophy XXXVIII: 232-251.

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