in Kooperation mit der Hilti Foundation

Der Besuch des Konzerts ist in der Tagungspauschale enthalten.

Zsófia Boros
Die ungarische Gitarristin Zsófia Boros studierte klassische Gitarre in Bratislava, Budapest, an der Francisco Tàrrega Gitarrenakademie in Pordenone, Italien und in Wien, wo sie heute lebt. Sie ist mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet und war Stipendiatin des Herbert von Karajan Centrums in Wien sowie der Schweizer Thyll-Stiftung. Am Konservatorium in Bratislava studierte sie bei Jozef Zsapka, dem die Gitarristin ihr tiefgehendes Verständnis für Klang und Ton verdankt – eine Stärke, die auch von der amerikanischen Musikzeitschrift Fanfare bemerkt wurde und entsprechend von ihrem: "klaren, schönen Ton, ihrer flüssigen Phrasierung, der präzisen Schichtung von Melodie und Begleitung, der fließenden Fingerbewegung und ihrem emphatischen Gefühl für Stimmung und Emotion" spricht.

Zsófia ist im Rahmen renommierter Klassik- und Jazzfestivals sowie mit Solotourneen auf internationalen Bühnen zu erleben und hat einige der angesehensten Konzertsäle der Welt bespielt. Seit 2012 nimmt sie für das Münchner Jazz- und Klassiklabel ECM Records auf, bei dem sie seither drei Alben veröffentlicht hat: En otra parte (2012), Local Objects (2016) und El último aliento (2023). Auf letzterem interpretiert sie zeitgenössische argentinische Werke sowie Musik von Mathias Duplessy – einem französischen Komponisten zu dem sie, wie zu vielen anderen aktiven Komponisten auch, engen persönlichen Kontakt pflegt.

Zu ihrem Repertoire gehören, unter vielen anderen, die argentinischen Komponisten Quique Sinesi, Carlos Moscardini, Alberto Ginastera und Joaquín Alem, sowie der kubanische Komponist Leo Brouwer und der spanische Gitarrist Francisco Calleja. Zsófia arbeitet aber auch zwischen den Idiomen der klassischen Musik und des Jazz sowie in Kombination mit anderen Künsten und hat mit prominenten Tänzer und Tänzerinnen transdisziplinäre Programme gestaltet und sich auf ihren Aufnahmen mit improvisierter Musik von Jazzgrößen wie Egberto Gismonti, Al Di Meola und Ralph Towner befasst.

Diverse bedeutende zeitgenössische Komponisten, darunter der estnische Komponist Tonū Kõrvits, der österreichische Gitarrist/Komponist Wolfgang Muthspiel und Mathias Duplessy, haben Stücke für sie geschrieben. Zu ihren zahlreichen Kollaborateuren in unterschiedlichen Kontexten gehören die Cellistin Anja Lechner, die Geigerin Arabella Steinbacher und der Fagottist Benedikt Dinkhauser. Außerdem hat sie mit den Schauspielerinnen Maria Schrader, Julia Stemberger und Erika Pluhar zusammengearbeitet. Zsófias Schwerpunkt bleibt aber das Solo-Gitarrenrezital, bei dem sie, wie die Wiener Zeitung schreibt, „schlicht, exakt und solo auf der Akustikgitarre performt und die Zuhörerschaft durch ihre Bescheidenheit in ihren Bann zieht."

 „Boros ist eine Meisterin der dynamischen Schattierungen, sie kann sich ganz in ihr Instrument zurückziehen, die angeschlagenen Töne fast in den Bereich des Unhörbaren absenken, um sie dann aufwallend erklingen zu lassen. Sie spielt klug mit Leerräumen, kultiviert die Pause als nachklingenden Raum.“       Fono Forum