Informationen zur Stipendienvergabe

Auch für das 27. Philosophicum Lech zum Thema "Sand im Getriebe. Eine Philosophie der Störung", das vom 17. bis 22. September 2024 in Lech am Arlberg stattfindet, werden wieder 20 Stipendien vergeben.

Zielgruppe und Zielsetzung

Die Stipendien richten sich vorrangig an Studierende (Bachelor, Master und Doktorat) der Philosophie, Kultur-, Gesellschafts- und Naturwissenschaften, die auch an der Schnittstelle von Wissenschaft und Öffentlichkeit interessiert sind. Das Philosophicum Lech will insbesondere auch jungen Menschen die Chance bieten, an den Debatten unserer Zeit zu partizipieren, sich an Diskussionen zu beteiligen, wissenschaftliche und publizistische Kontakte zu knüpfen und so auch Anregungen für eigene akademische Abschlussarbeiten oder wissenschaftlich-essayistische Publikationen zu gewinnen. Eines der Stipendien wird traditionell als Preis für den ersten Platz der Philosophieolympiade Österreich vergeben. Die restlichen Stipendien werden im Rahmen eines Essay-Wettbewerbs zum Jahresthema ausgewählt.

Leistungen

Das Stipendium beinhaltet die An- und Abreise, sechs Nächtigungen mit Frühstück und die kostenlose Teilnahme am Symposion, den Philosophicum Dialogen, dem philosophisch-literarischen Vorabend und allen Abendveranstaltungen.

Bewerbung

Neben den üblichen Bewerbungsunterlagen wie Lebenslauf, Studienerfolg, etc. werden die Bewerber:innen aufgefordert, einen Essay im Umfang von 5000 bis 6000 Zeichen (mit Leerzeichen) zum Thema "Ein Gedanke zur Philosophie der Störung" zu verfassen. Der Essay stellt das Hauptkriterium zur Stipendienvergabe dar. Die besten Essays werden in der Tageszeitung "Die Presse" publiziert.

Anmeldeschluss

10. Juli 2024

 

Kontakt

Die Presse und Philosophicum Lech
Stipendienkoordinatorin Rebecca Mossop, BA MA

stipendium@philosophicum.com

 

Stipendienprogramm: Rückblick 26. Philosophicum Lech 2023

Das diesjährige Philosophicum Lech war erneut von einer äußerst vielfältigen und engagierten Studierendengruppe geprägt, die dank des Stipendienprogramms am Philosophicum Lech teilnehmen konnte.  Wir konnten abermals 20 Studierenden ermöglichen, sich im großen Plenum und in kleineren Privatissimumsrunden mit einem übergeordneten und in diesen Zeiten äußerst wichtigen Thema auseinanderzusetzen: der Hoffnung. Christian Dries und Philipp Blom diskutierten aus philosophischer, historischer und soziologischer Sicht umfassend mit den Bachelor-, Master- und Doktoratsstudierenden über analytische, poetische, historische und dialektische Modelle dieses menschlichen Grundgefühls. Auch nach den Vorträgen wurde eifrig diskutiert und die Abende genutzt, um sich in der vielfältigen Gruppe darüber weiter auszutauschen.

Hoffnung als Thema war brandaktuell und wir möchten gerne einige philosophische Gedanken zur Bedeutung der Hoffnung in unserer Zeit hinzufügen: Der Philosoph Immanuel Kant verstand Hoffnung als ein moralisches Prinzip. Er betrachtete Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als zukunftsgerichtetes Prinzip des Willens, welches in Verbindung mit Pflicht und Vernunft steht. Seiner Auffassung nach sollte die Hoffnung auf moralische Entwicklung und ethische Vollkommenheit als Antrieb für Handlungen dienen und nicht auf bloße Erfolgsaussichten basieren.

Den Bericht der Stipendiatin Isabella Lazar über das Privatissima mit Christian Dries finden Sie hier.

Rebecca Mossop, Stipendienkoordinatorin