
29. Philosophicum Lech
Betreutes Denken
Die neue Lust an der Unmündigkeit
Samstag, 26. September 2026 um 17.15 Uhr
Psychiatrische Diagnosen und der Verlust widersprüchlicher Selbst- und Weltdeutungen
Dr. Laura Wiesböck
Referentin
Zur Person
Dr. Laura Wiesböck leitet die Junior Research Group "Digitalisierung und soziale Transformation" am Institut für Höhere Studien Wien. Sie promovierte in Soziologie an der Universität Wien und absolvierte Studien-, Lehr- und Forschungsaufenthalte unter anderem an der Université Catholique de Louvain, der University of Oxford, der National Taiwan University sowie der University of Ghana.
Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf sozialer Ungleichheit, insbesondere im Bereich Arbeit, Geschlecht und Digitalisierung. In der Lehre widmet sie sich darüber hinaus Themen wie Coolness als kulturelle Praxis oder Soziologie der Liebe. 2025 veröffentlichte sie “Digitale Diagnosen. Psychische Gesundheit als Social-Media-Trend” bei Zsolnay. Die Publikation hat große Resonanz erhalten (z.B. FAZ, Spiegel, SRF Sternstunde Philosophie), erreichte im März 2025 Platz 1 der DIE ZEIT-Sachbuch-Bestenliste und wurde für den Tractatus-Preis nominiert. Demnächst erscheint das Buch als Übersetzung in Südkorea.
Neben wissenschaftlichen Beiträgen kommuniziert Laura Wiesböck gesellschaftskritische Perspektiven in Medien (z.B. Associated Press, Libération, Deutschlandfunk), hält öffentliche Fachvorträge (z.B. österreichisches Parlament, Diagonale Filmfestival, re:publica), und engagiert sich für ein gewaltfreies und ökonomisch unabhängiges Leben von Frauen*. Für ihre Arbeit wurde die Soziologin vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Förderungspreis für Wissenschaft der Stadt Wien.
Bibliographie (Auszug)
- Digitale Diagnosen. Psychische Gesundheit als Social-Media-Trend (2025)
- Mittelschicht unter Druck. Dynamiken in der österreichischen Mitte (2021, hg. gem. mit Roland Verwiebe),
- In besserer Gesellschaft. Der selbstgerechte Blick auf die Anderen (2018)