Lech Zürs am Arlberg zählt zu den renommiertesten Wintersportorten der Welt und gilt auch im Sommer als vielseitiges Ausflugs- und Urlaubsziel. Zwischen 1444 und 1717 Metern über dem Meeresspiegel gelegen beherbergt die Gemeinde rund 1500 Einwohner, die heute zum großen Teil im Tourismus beschäftigt sind.

Die ersten menschlichen Aktivitäten am Tannberg lassen sich durch Brandrodungen und Flächenbeweidungen in der mittleren Bronzezeit nachweisen. Ab der Eisenzeit wurde durchgehend Ackerbau betrieben. Die um 1300 zugewanderten Walser fanden somit eine bereits besiedelte Gegend vor. Lange Zeit war die Viehwirtschaft bedeutendster Wirtschaftszweig, was sich erst im 20. Jahrhundert mit dem aufstrebenden Fremdenverkehr änderte.

Die touristische Erfolgsgeschichte von Lech Zürs begann mit der 1884 eröffneten Arlbergbahn und dem Bau der Flexenstraße Ende des 19. Jahrhunderts. Die bessere Erreichbarkeit trug dazu bei, dass immer mehr Gäste kamen. Bekanntheit genießen Lech Zürs insbesondere als Wintersportdestination: Am Arlberg wurde der moderne alpine Skilauf wesentlich geprägt, 1937 wurde in Zürs Österreichs erster Schlepplift erbaut und die Kultur des Gastgebens wurde in Lech Zürs auf sehr hohem Niveau kultiviert. Heute ist Lech Zürs Teil von Österreichs größtem Skigebiet und eines der fünf größten Skigebiete weltweit. Neben den vielfältigen Wander- und Freizeitmöglichkeiten tragen auch die vielen Veranstaltungen im Sport- und Kulturbereich zur Attraktivität des Ortes im Sommer bei.

Den krönenden Abschluss der Sommersaison bildet seit vielen Jahren das Philosophicum Lech. Das Symposium geht auf eine Initiative des Autors Michael Köhlmeier zurück, dem eine geisteswissenschaftliche Tagung mit jährlich wechselndem Thema in Lechs herrlicher Bergwelt vorschwebte. Zur Umsetzung kam Köhlmeiers Idee im Jahre 1997. Als erster Veranstaltungsort fungierte der runde Saal des Hotels „Die Krone von Lech“, wo sich über 100 Philosophie-Interessierte einfanden. Fortan erfreute sich das Symposium unter der wissenschaftlichen Leitung von Konrad Paul Liessmann laufend steigender Zuschauerzahlen, weswegen es aufgrund von Platzmangel bereits 1999 ins „Fux-Restaurant+Bar+Kultur“ übersiedeln musste. Auch dort stieß man bald an Kapazitätsgrenzen, womit ab 2003 das Philosophiucm Lech zwei Mal in der Lecher Postgarage abgehalten wurde, ehe es seinen Bestimmungsort in Lechs neuer Kirche fand. Seither gewähren Pfarrer Jodok Müller gemeinsam mit dem Pfarrgemeinde- und Pfarrkirchenrat dem Symposium und seinen rund 600 Teilnehmenden ihre Gastfreundschaft.